Mazda 2: Trimm Zwei

(Quelle: auto-motor-und-sport)
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Mit unattraktiven, langweiligen Nutzwert-Mobilen ist heute selbst in der Kleinwagen-Klasse kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Gefragt sind trendige, hübsche, jung wirkende Autos - dass deren Halbwertszeit wegen des modischen Exterieurs nur eine kurze sein könnte, interessiert momentan nicht. Dafür zählt, dass die schicken Kleinen einerseits so kompakt sind, dass sie in die engen Parklücken der City passen, andererseits genug Innenraum bieten und auch auf der Autobahn ordentlich mithalten können. Der neue Mazda 2 gibt sich als typischer Vertreter dieser Ich-will-alles-Philosophie.


Dynamischer Japan-Keil

Überraschenderweise geriet der Neue nicht etwa größer, sondern um 40 Millimeter kürzer als sein seit 2002 angebotener Vorgänger, der eher als Musterbeispiel für schlichtes Zweck-Design gestanden hat. Mit 3.885 Millimeter Länge unterbietet der Mazda 2 Konkurrenten wie den VW Polo (3.916 Millimeter) oder den Opel Corsa (3.999 Millimeter). Das Ladevolumen des Japan-Keils entspricht mit 250 Litern knapp dem des Polo. Ein Rekordwert ist dies nicht, aber es reicht selbst für mittleres Urlaubsgepäck. Werden die hinteren Sitzlehnen umgeklappt erweitert sich das Volumen auf insgesamt 787 Liter.

Angeboten wird der ausschließlich in Hiroshima gebaute 2 ab Oktober zunächst nur als Viertürer mit großer Heckklappe, 2008 soll ein Zweitürer nachgereicht werden. Drei von Mazda entwickelte Benzinmotoren stehen zur Wahl: zwei 1,3-Liter und als Spitzentriebwerk der 1,5-Liter mit 103 PS, der auch im Testwagen installiert war. Er verleiht dem Auto eine beeindruckende Dynamik und Durchzugskraft im Stadt- und Landstraßenverkehr. Der durchschnittliche Testverbrauch liegt bei recht happigen 7,9 Liter/100 km - darin enthalten sind indes gut 30 Prozent Autobahnanteil.


Viel Licht - wenig Schatten

Das Fahrwerk ist mit relativ straffen Dämpfern bestückt, kurze Bodenwellen oder schlechter Straßenbelag sind deutlich zu spüren. Beim Federungskomfort gibt es also Einschränkungen. Nicht so beim Handling, das sehr agil ausfällt, mit leichter Tendenz zum Untersteuern. Die Bremsen leisten gute Arbeit, die leichten Eingriffe des serienmäßigen ESP verlaufen diskret. Dazu kommt die leichtgängige, aber zielgenaue, elektrisch unterstützte Servolenkung. Viel Licht und wenig Schatten also beim Mazda 2, der den Wettbewerb in der kleinen Klasse weitertreiben wird. Dass dieses ab Oktober ausgelieferte Auto zudem relativ preisgünstig ist, dürfte für rege Nachfrage sorgen.

Testwertung

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[ 4,0 ]
(Quelle: auto-motor-und-sport, Eberhard Kittler, 29.10.2007)

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