Golf Blue Motion vs. A 160 CDI

(Quelle: auto-motor-und-sport)
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Immer mehr Auto-Hersteller machen blau. Denn irgendwie hat sich die kühle Farbe zu einem Synonym für Umwelt- und Klimafreundlichkeit entwickelt. So bringt Mercedes auf Basis der renovierten A-Klasse gleich drei Blue-Efficiency-Varianten an den Start: Die Benziner A 150 und A 170, die für knapp 300 Euro Aufpreis optional als Sparmodelle angeboten werden, und den A 160 CDI. Der ist ab September - allerdings nur in der zweitürigen Coupé-Version - grundsätzlich und aufpreisfrei mit einem Blue-Efficiency-Paket ausgerüstet.


Optimierte Aerodynamik und niedriger Verbrauch

Dieses umfasst beim Diesel-Modell neben der optimierten Aerodynamik durch einen teilweise geschlossenen Kühlergrill und tiefergesetzte Karosserie weitere Maßnahmen wie rollwiderstandsarme Reifen, eine spezielle Kalibrierung des Motorsteuergerätes sowie ein Energiemanagement mit bedarfsgerechter Regelung des Generators.

Nicht enthalten ist ein Start-Stopp-System, wie es die Blue-Efficiency-Benziner bieten. Gegenüber dem nur noch bis September verfügbaren normalen A 160 CDI sinkt der Verbrauch im EU-Zyklus von 4,9 auf 4,5 Liter/100 km. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 119 g/km - ein Gramm weniger als der von der EU-Kommission für 2012 geforderte Durchschnittswert aller Neufahrzeuge und exakt der gleiche Wert wie beim VW Golf 1.9 TDI Blue Motion, den es bereits seit Herbst letzten Jahres gibt.


Preislich auf ähnlichem Niveau

Der rangiert auch preislich auf ähnlichem Niveau, bietet mit der Leistung von 105 PS seines 1,9-Liter-TDI allerdings deutlich mehr als der nur 82 PS starke Zweiliter-CDI. Noch krasser fällt der Unterschied in Sachen Drehmoment aus: 250 Nm stemmt der VW-Diesel auf die Kurbelwelle, lediglich 180 Nm sind es beim Mercedes. Da merkt man auch ohne GPS-Messsystem und Stoppuhr die Unterschiede in den Fahrleistungen.

Zwar ohne Turboloch, aber sehr behäbig setzt sich die A-Klasse in Bewegung. Nur unwillig bahnt sich der Zeiger des Drehzahlmessers seinen Weg über die Skala. Dabei dröhnt und brummt der Common-Rail-Diesel noch mehr als der auch nicht gerade für seine Laufruhe bekannte Pumpe-Düse-TDI, der beim Blue Motion zum Einsatz kommt. Der entpuppt sich im direkten Vergleich als wahres Temperament-Bündel.

Einzig das Bremsen- und das Kostenkapitel vermag die A-Klasse knapp für sich zu entscheiden. Beide Kontrahenten sind dem Namen nach zwar blau, aber es gibt deutliche Unterschiede. Während der VW wie ein strahlender Himmel wirkt, ist es beim Mercedes eher dunkelblaue Nacht. Denn es schlägt nicht nur der sparsamere Blue Motion den Blue Efficiency, sondern auch der alte Golf die erneuerte A-Klasse.


(Quelle: auto-motor-und-sport, 18.07.2008)
1 Meinung zu diesem Beitrag:

Nutzer hschneiderme schrieb:
Über den Fahrcompfort natürlich kein Wort

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