Golf 1.4 TSI DSG: Direkt-Verbindung
Dem DSG gehört die Zukunft: Rund eine Million Exemplare hat VW innerhalb von fünf Jahren vom Doppelkupplungs-Getriebe mit sechs Gängen gebaut, schon jeder zehnte Golf hat eines.
Jetzt kommt eine neue Siebengang-Version für Motoren mit maximal 250 Newtonmeter Drehmoment hinzu, die kompakter und leichter (77 kg statt 93 kg) ist. Außerdem werden trockene Reibkupplungen verwendet, während beim Sechsgang-DSG (bis maximal 350 Nm) die beiden Kupplungen wegen ihrer größeren Wärmeentwicklung im kühlenden Ölbad laufen. So viel zur Theorie.
Harmonie stimmt
In der Praxis harmoniert das Siebengang-Getriebe prima mit dem nur 1,4 Liter großen, kultivierten und temperamentvollen Softturbo-Motor. Kurz nach dem Losfahren wechselt es im normalen Automatik-Programm hastig vom sehr kurz übersetzten ersten in den zweiten Gang. Auch danach wird unter geringer Last zügig hoch- und bereits bei etwa 60 km/h in die lang ausgelegte siebte Stufe geschaltet. Solange man nicht hektisch beschleunigt, erfolgen die Gangwechsel völlig ruckfrei und sind nur an den Zuckungen der Drehzahlmessernadel zweifelsfrei zu erkennen.
Bei forscherem Umgang mit dem Gaspedal pfeifen schon mal die kurz durchdrehenden Vorderräder - speziell beim Start oder in engen Kehren, wenn das Getriebe beim Zurückschalten maximal zwei Gänge überspringt und der Motor dann ganz plötzlich auf Touren kommt. Als gewöhnungsbedürftig entpuppen sich die etwas zögerlichen Rückschaltmanöver im Normal-Modus, eine gewisse Ruckeligkeit bei Schritttempo sowie leichte Vibrationen im Antriebsstrang bei sanftem Losrollen.
Sportmodus für schnelle Fahrt
Für die eilige Fahrt empfiehlt sich der sportliche S-Modus. Er hält die Gänge länger und schaltet spontaner zurück, ignoriert aber den langen Siebten völlig. Im manuellen Programm muss man schon aktiv schalten, sollen die Gänge nicht bis zu den Drehzahlgrenzen eingelegt bleiben. Für 495 Euro Aufpreis erleichtern Wippen am Lenkrad den Eingriff von Hand. Bis auf die etwas schwächere Elastizität im höchsten Gang liegen die Fahrleistungen auf dem Niveau der Variante mit Sechsgang-Schaltgetriebe, die versprochene Absenkung von Verbrauch und CO2-Ausstoß bleibt jedoch graue Theorie.
Zudem werden immerhin 1.750 Euro Aufpreis für das DSG fällig. Trotzdem passt das neue Getriebe gut zum ausgewogenen Charakter des Golf und kann mit seiner Anpassungsfähigkeit sogar passionierte Selbstschalter überzeugen.










