Studie Rolls Royce 102EX

Neuer Rolls Royce 102EX
Neuer Rolls Royce 102EXNeuer Rolls Royce 102EXNeuer Rolls Royce 102EXNeuer Rolls Royce 102EX

Studie: E-Royce

Das 21. Jahrhundert – Lautlosigkeit ist immer noch ein Schlüsselmerkmal von Rolls-Royce. Erzeugt wird die motorische Stille jedoch nicht mehr mit flüsterndem Hubraumüberfluss eines riesigen V8, sondern mit einem Elektromotor. Zukunftsmusik?
Der Batteriesatz wiegt unverschämte 640 kg. Leergewicht: 2.720 kg, Fahrzeuglänge: 5,84 m, Fahrzeugbreite: 1,99 m … Ein Datenblatt so passend zu einem Elektrofahrzeug wie ein Kurzer vor dem Kaltstart … Normal ist das alles nicht. Aber bitte, wann war ein Rolls-Royce je normal?
Unter der langen Haube dieses Phantom säuselt nicht der bekannte 6,75-Liter-V12, sondern es summen zwei Elektromotoren, angetrieben vom wohl größten Batteriesatz aller Automobile. Das Nickel-Kobalt-Mangan-Package erreicht 850 A, die bei 338 V Wechselstrom anliegen. Die Kapazität beträgt 71 kWh. Der Satz beinhaltet fünf Zellmodule. Ein Modul mit 38 Zellen, eines mit 36 und drei kleinere mit 10, 8 und 4 Zellen, die unsymmetrisch angeordnet sind. Das suggeriert Tradition: Die Einheit ähnelt der Form des ursprünglichen Motors und des Getriebes.
Über Kraft redet man nicht, man hat sie. Jeder der beiden mit einem Eingang-Getriebe verbundenen Motoren hat eine Leistung von 145 kW, womit der Phantom EE in einem weiten Drehzahlbereich über seine maximale Leistung von 290 kW und ein sattes Drehmoment von 800 Nm verfügen kann. Erste Tests ergaben, dass eine Reichweite von bis zu 200 km erreichbar ist, und der Sprint von 0 auf 100 in unter acht Sekunden (Serien-Phantom: 5,9 s), bis bei 160 km/h die Abregelung mahnt – „schnell“ bedeutet eben auch in diesem Elektrofahrzeug: „schnell leer“.
Nicht nur die Lackierung mit 16 Farbschichten, das experimentelle Leder Corinova (chromfrei), die Aluminium-bedampfte Folie statt klassischer Holzfurniere und die in blaues LED-Licht getauchte Kühlerfigur „Spirit of Ecstasy“ machen den Unterschied. Die Tankanzeige wurde durch eine Batterieladezustandsanzeige ersetzt. Ein weiteres Merkmal des E-Royce ist die Lade- und Steuerungseinheit unter der Mittelarmlehne.
Die Tankklappe wurde durch ein durchsichtiges Klappenfenster ersetzt. Das Fenster umrahmen dreifarbige LEDs, die den Ladezustand anzeigen. Bei der „Ein-Phasen-Ladung“ ist der Phantom EE für 20 Stunden mit der Steckdose leiert, bei der „Drei-Phasen-Ladung“ für acht. Ein Batteriesatz soll zuverlässig drei Jahre butlern, wenn das Fahrzeug jeden Tag genutzt wird. Das Phantom Experimental Electric, ein echtes Einzelstück, fungiert jedoch als reiner Versuchsträger. Pläne, das Fahrzeug in Serie zu bauen, existieren in Crewe noch nicht. (le)

Genf 2011: Rolls-Royce testet Elektroantrieb

Trademark
(Quelle: auto-reporter.net)

04.03.2011, auto-reporter.net

Rolls-Royce Motor Cars präsentierte in Genf den 102EX, ein Automobil, das für das Unternehmen eines der wichtigsten Projekte der letzten Jahre repräsentiert. Es ist das erste Elektrofahrzeug der Welt für die Luxusklasse, ganz in der Tradition einer langen Reihe von Rolls-Royce Experimental Cars. Eine Serienfertigung ist nicht geplant, versichert das britische Unternehmen. Doch die Zeit wird zeigen, ob eine Serienproduktion nicht doch umsetzbar ist. „Rolls-Royce Motor Cars hat damit begonnen, alternative Antriebe auf Ihre Eignung für Rolls-Royce Automobile in der Zukunft zu testen. Das Antriebskonzept für zukünftige Modelle muss ein authentisches Rolls-Royce Erlebnis bieten. Es muss eine Technologie sein, die sowohl aus Sicht unserer Kunden wie auc...
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Rolls-Royce 102EX - E-Mily

Rolls-Royce 102EX
(Quelle: press-inform)

01.03.2011, press-inform

Hat Rolls-Royce etwa Angst vor schwindenden Ölreserven? Keineswegs: Der elektrische Phantom 102EX ist nur ein Experiment. Ob ein Rolls mit Strom fährt, entscheidet nicht die OPEC, sondern immer noch der Kunde.Steigende Spritpreise? Rolls-Royce-Ingenieur David Monks schaut ungläubig drein: „Viele unserer Kunden haben ihren eigenen Hubschrauber, glauben Sie wirklich, die haben Angst vor Spritpreisen?“ Weder schwindende Ölreserven noch grünes Gedankengut haben die Elektro-Studie beflügelt, die auf dem Genfer Salon alle Blicke auf sich zieht. Dass man auch einen Rolls elektrifizieren kann, braucht niemand zu beweisen, das ist alles eine Frage der Batteriekapazität. Die beträgt beim 102EX satte 71 Kilowattstunden, mehr als dreimal soviel wie beim Nissa...
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