05.11.2010, press-inform
BMW Vision Efficient Dynamics
Aus Vorfreude am Fahren - Der neue BMW Vision Efficient Dynamics
Manchmal kommt es erstens anders, zweitens als man denkt. Der BMW Vision Efficient Dynamics wurde als scheinbar serienfernes Concept Car auf der IAA 2009 in Frankfurt in der Öffentlichkeit geboren, nun präsentierte ihn der bayerische Hersteller, anlässlich der Erweiterung des BMW-Werks Leipzig, Anfang November schon als fahrtüchtigen Technologieträger – Ausblick: Serie.
Der Sportwagen trägt zwar noch einen etwas kruden Namen, der, obwohl der Sportler so flach wie der legendäre M1 über dem Asphalt kauert, wohl eher mit „E“ endet als mit „M“ beginnt, aber es kann schon heute davon ausgegangen werden, dass er sich die Sparphilosophie Efficient Dynamics vornehmen wird wie kein Modell aus München je zuvor.
Ein Grund: Das Datenblatt spart nicht mit Superlativen. Drei Motoren, 250 km/h Spitze und das fast für lau: 3,76 Liter fließen alle 100 km aus dem 25 Liter-Reservoir, schlanke 99 g CO2/km entfleuchen am Auspuffende – brutaler Sportwagenbiss kombiniert mit blütenweißer Reine-Wasch-Garantie?
BMW sagt: Ja. Der 163 PS leistende 1,5-Liter-Dreizylinder-Diesel spart – klassischer Öko-Dreisatz: weniger Zylinder, weniger Reibung, weniger Verbrauch. Die zwei Elektromotoren (einer vorne, einer hinten) sowieso. Die Gesamtleistung des mit einem Sechsstufen-Doppelkupplungsgetriebe verbandelten Antriebs beläuft sich auf 328 PS. Die Motoren, die zu Beginn für etwa drei Monate in der Karosserie eines BMW 6er spazieren gefahren wurden, sind intelligent miteinander verknüpft. Beim Bremsen gewinnt der Bayer Energie zurück, zuhause darf er als Plug-In-Hybrid auch an die Steckdose (Ladezeit: 2 1/2 Stunden).
Wird rein elektrisch gefahren (98 Lithium-Polymer-Akkus befinden sich dort, wo im konventionell heckgetriebenen Fahrzeug der Kardan verläuft) reicht das nur für 50 km, steigt der Dieselmotor ins Beförderungsgeschäft mit ein, kommt der 2+2 – nach der Papierform – rund 700 Kilometer weit.
Die Vision wird Realität. Der als Konzeptfahrzeug nur 1,24 m tiefe, 1,90 m breite und cirka 4,60 m lange Sportwagen geht, im Outfit und den Dimensionen an die strengeren Erfordernisse der Serie angepasst, Ende 2013 in Produktion. Bis dahin bleibt noch viel zu tun am Karbon-Outfit, an den Flügeltüren, im noch recht kargen Innenraum und am innovativen Antriebskonzept. Mit neuem Namen kommt BMWs Ökosportwagen zu einem noch nicht benannten Preis (100.000 bis 150.000 Euro) dann 2014 zum BMW-Händler. Mehr ist noch nicht bekannt, aber das steht jetzt fest. (le)











