02.07.2010, press-inform
BMW Megacity Vehicle
Der BMW für die City - Das BMW MCV
Im Osten was Neues: „Sie kennen sich ja aus mit Revolution“ sprach BMW-Chef Reithofer zu Sachsens Ministerpräsident Tillich am 5. November 2010 in Leipzig. Kanzlerin Merkel ist auch da. Hintergrund: Das neue MCV und der Festakt im BMW-Werk in Leipzig, wo wegen dem neuen E bei BMW angebaut wird. Das entstehende „Werk im Werk“, 400 Millionen Euro teuer und 800 neue Arbeitsplätze einbringend, repräsentiert damit in Zukunft BMWs Zentrum für E-Mobilität.
Das neue MCV (steht für „Megacity Vehicle“) ist die Zukunft. Weil noch viel zu tun ist bis zum Serienmodell, war der kompakte Viersitzer in Leipzig nur mit seiner aus Karbon gefertigten Rohkarosse nebst dem Akku zu sehen. Erst 2013 wird BMWs drittes Elektrofahrzeug nach dem Mini E und dem ActiveE (ab 2011) in Leipzig produziert. Aus leichtem wie hochfestem Karbon als Gegenpol zum schweren Akku-Pack und mit rein elektrischem Antrieb, Mit dem Einbauort des Motors (im Heck) und dem mutigen Leichtbau pfeifen die Bayern genauso auf die althergebrachten Konventionen wie – die Isetta ist lange Geschichte – mit der BMW-atypischen Kompaktheit.
Das Fahrzeuggewicht des etwa vier Meter kurzen Elektro-Viersitzers wird mit dem (noch) sündhaft teuren Werkstoff erheblich reduziert – ein Bugatti Veyron besteht aus dem gleichen Material, für eine Million Euro netto. Das MCV soll damit am Ende der Entwicklung cirka 1.200 kg wiegen. Die ohne Hybridisierung (wie im Toyota Prius) und Range-Extender (wie im Opel Ampera) erzeugte Kraft soll nach ersten Vermutungen für eine maximale Geschwindigkeit von knapp 150 km/h genügen. Und die Reichweite? Rund 200 Kilometer werden kolportiert.
Ein rein elektrisches Auto wird der MCV, ein rein deutsches jedoch nicht. Der Grundstoff Karbon wird in Kooperation mit der SGL-Gruppe in Moses Lake (Bundesstaat Washington) gefertigt und in Wackersdorf und Landshut weiterverarbeitet. In Leipzig wird BMWs Elektroauto – nach Merkels Vorstellung eines von einer Million E-Autos bis zum Jahr 2020 – dann montiert. So gut in die Zeit wie das Stadtauto passen seine, selbst verordneten Produktionsstandards: Der Energieeinsatz bei der Produktion wird um 50 %, der Wasserverbrauch um 70 % reduziert. 100 % der eingesetzten Energie soll dabei aus regenerativen Energiequellen bezogen werden.
Bei soviel Vorbildlichkeit hatte Kanzlerin Merkel, neulich im Leipziger Werk, dann doch noch zwei Wünsche. Der erste war ein großer: „Ich hoffe, dass wir in der Batterietechnik wieder aufholen.“ Ob sich hier die Uhren zurückdrehen lassen? Der zweite war ein kleinerer Wunsch: Das zweite BMW MCV solle ruhig nach Sachsen gehen, aber „das dritte“, bitte, sei „für Berlin“ – wenn Angela Merkel den neuen BMW 2013 auch noch fährt, ist das Politik in Theoerie und Praxis. (le)











