31.08.2012, auto-reporter.net
FORD B-Max
Fords neuer MPV
“Ford - made in Germany“, “made in England“ ... aber “made in Romania”? Die Produktion beginnt im neu erworbenen Werk in Rumänien. Der Ford B-Max, ein Mini MPV (“Multi Purpose Vehicle“), wird ab 2010 dort gebaut.
Das Automobilwerk in Craiova wurde in den 1990ern von Daewoo (heute: „Chevrolet“) gekauft, wieder an den rumänischen Staat verkauft, weil es den Koreanern bankrottiös schlecht ging und nun von Ford zu gut zwei Dritteln übernommen. Da Ford-USA 675 Millionen Euro in die Modernisierung investieren wird, ist zu erwarten, dass sich die rumänische Fabrik zu einem zentralen Produktionsstandort von Ford Europa entwickeln wird, und der B-Max zu einem Protagonisten im neuen Werk.
Die Supermini-MPVs werden in Zukunft zu den beliebtesten Modellen auf deutschen Straßen gehören. Dies zeigte sich in den letzten Jahren exemplarisch an Opel: Der Kompaktvan Meriva lief dem größeren Zafira-Van von den Zahlen den Rang ab. Deshalb verwundert es kaum, dass der B-Max an Frontpartie und im Layout Fiesta-inspiriert ist: ein kleiner Wagen, aber mit viel Innenraum.
Die Dachlinie sitzt weiter oben. Das schafft zusätzlich Kopffreiheit und Kofferraum. Der Newcomer erhält zudem einen etwas längeren Radstand als der Fiesta. Das wiederum sorgt für mehr Beinfreiheit im Fond und dafür, dass auch zwei große Erwachsene gut hinten sitzen. Platz für das intelligente Siebensitzkonzept, mit dem der Opel Zafira 1999 das Van-Segment aufmöbelte, ist da nicht mehr. Sowohl Ford´s Mini-Minivan, der „indirekte“ Nachfolger des Fusion (der ganz anders geschnittene Ford Fusion wird Ende 2009 eingestellt) als auch der im nächsten Jahr auf die Welt kommende Opel Meriva II müssen aufgrund ihrer Kompaktklasse-Abstammung mit lediglich fünf Sitzplätzen (statt sieben wie im größeren Zafira) auskommen.
Die verschiebbaren Rücksitze - als Kompromissideal zwischen Personen- und Koffertransport - dürften dabei sein. Ob der kleine Max mit einem Bedienregler im “iDrive“-Stil kommt, steht jedoch weit mehr in den Sternen, als die Qualitäten, bei denen Ford seit einigen Jahren wieder kräftig punktet: eine gelungener Abstimmungsmix aus Handling (im B-Max mit „geschärfter“ Lenkung), Komfort und Fahraktivität.
Die fängt kleinwagenklassisch mit Frontantrieb vorne an: Der neue Ford wird mit kleinvolumigen Turbo-Direkteinspritzern und Dieseln unter der Motorhaube erwartet. Zielkorridor: ein 1,0-Liter (90 bis 110 PS), Diesel auch in Econetic-Version (75 und 90 PS) und eventuell ein 1,6 Liter-Benziner mit 150 PS.
Der genaue Starttermin für den Ford B-Max ist zwar noch unbekannt, der Termin Mitte 2010 für die deutsche Markteinführung scheint aber realistisch. Ein Jahr später könnte der Kompakt-Van auch in den USA auftauchen, wo er im Ford-Werk Mexiko gebaut werden würde, wenn sich die Erkenntnis von „small IS beautiful“ bis dahin auch in der „Neuen Welt“ durchgesetzt hat - der Ölpreis wird es schon richten. -le-









