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Nachtrag:
Dieser Erfahrungsbericht war ursprünglich eine Reaktion auf den mittlerweile gelöschten Erfahrungsbericht eines gesperrten Users. Das Original wird teilweise zitiert.
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Anscheinend hat da jemand nichtmal im Ansatz begriffen, was ein Land Rover ist und warum es ihn seit über 60 Jahren fast unverändert gibt.
Da wurde also geschrieben:
"Der Schrott ist wirklich nur was für das schwere Gelände auf der Strasse ist der Defender schwer zu fahren den das Handling ist besonders wegen der schweren und sehr indirekten Lenkung sehr schlecht ."
Richtig, der 'Schrott' ist für schweres Gelände gedacht und
...
ist dort auch konkurrenzlos, wenn man mal von einem Unimog oder einem Kettenfahrzeug absieht. Der Land Rover hat sich ein halbes Jahrhundert lang unter extremsten Bedingungen bewährt und behauptet.
Ein 'Handling' setzt sich aus erheblich mehr Faktoren zusammen, wie einer 'schweren und sehr indirekten Lenkung'. Ich hab die Lenkung nicht ausgebaut und nachgewogen, daher weiß ich nicht, wie schwer sie ist. Sie muß 'indirekt' (wahrscheinlich ist damit 'groß übersetzt' gemeint) sein, denn nur dadurch kann man in Extremsituationen abseits der Straße präzise lenken, was dank der Servounterstützung von jedem noch so verweichlichten Warmduscher bewerkstelligt werden kann.
"Auch der Fahrkompfort ist wirklich misserabel"
Der Fahrkomfort ist tatsächlich dem Nutzwert untergeordnet, denn der Landrover ist ein kompromissloses Arbeitsgerät. Ein U-Boot ist schließlich auch kein Vergnügungsdampfer.
"und auch die Sicherheit des Defender ist sehr schlecht ."
OK, wenn man ihn mit einem Leopard II vergleicht, mag das so stimmen. Aber wenn die spontane Begegnung z. B. Landrover vs. Corsa heißt, weiß ich genau, in welchem von den beiden ich in dem Moment sitzen will.
"Auf der Autobahn muss man mit einer hohen Seitenwindempfindlichkeit rechnen ."
Landrovers haben bereits Sandstürme, tropische Regenstürme, Orkane, Hurrikane, die Bora, den Scirocco, den Mistral, die Watford Gales, Fönstürme in den Alpen, die Suezkrise, Falklands, Irak und Afghanistan überstanden, da geh ich jede Wette ein, daß sie auch Seitenwinde auf deutschen Autobahnen meistern können.
"Das Fahrverhalten ist sehr kritisch bei diesem SUV ."
Der Landrover ist nunmal alles andere als ein SUV. Das Fahrverhalten wird erst dann kritisch, wenn man in Geländegegebenheiten vorgedrungen ist, die ein SUV noch nicht mal im Fernsehen sieht. Ich bin mit Landrovern in Gegenden gewesen, da hätte ich mich zu Fuß kaum hingetraut. Ab 40 Prozent Steigung wird das Fahrverhalten vielleicht mal kritisch, vor allem wenns regnet.
"Der 122PS Diesel ist laut schlapp und träge und leider nicht sehr sparsam der grosse Kasten schluckt fast 12L Diesel zuviel ."
Der Diesel hat genau das, was man in Extremsituationen benötigt. Drehmoment wie ein Hafenschlepper ab niedrigsten Drehzahlen. Bereits bei 800 U/min liegen 80% des maximalen Drehmoments an. Man kann den Landrover im Kriechgang in Leerlaufdrehzahl - well - kriechen lassen. Man kann aussteigen und vorne weg laufen, um z. B. Weidetore aufzumachen, wenn der Weg so steil ist, daß man nicht stehenbleiben und wieder anfahren kann. Der Landy kriecht weiter, egal wie steil es ist.
Der Verbrauch spielt überhaupt keine Rolle. Auch wenn sich der Landrover im Urwald gerade mal wenige Kilometer pro Tag vorgekämpft hat und dabei 70 Liter draufgegengen sind.
"Die Schaltung ist fast so schwer wie bei einem LKW ."
Kann ich schlecht beurteilen, denn ich hab noch nie eine Schaltung ausgebaut und gewogen. Somit fehlt mir jeglicher Vergleich. Sonderlich leicht wird sie tatsächlich nicht sein, denn man schaltet mit ihr ein waschechtes LKW Getriebe. Egal wo auf der Welt ein Landrover wie eingesetzt wird, von Getriebeschäden liest und hört man wenig.
"Ich finde der Defender ist ein reiner Geländewagen der auf der Strasse wirklich nur Nachteile hat ."
Der erste vernünftige Satz. Obwohl ich nun wieder keinen Nachteil darin erkennen kann, daß man mit einem Landrover trotz allem sogar auf der Straße fahren kann.
"Für 34000 Euro bekomm ich bessere SUV die auch auf der Strasse Klasse fahren "
SUVs fahren ausschließlich auf Straßen 'klasse'. Im Gelände verenden sie dort, wo ein Landrover gerade mal anfängt. Aus welcher Luft die 34000 Euro gegriffen sind, weiß ich nicht, denn einen Defender 110 Station Wagon gibt es bereits für ca. 28000 Euro. Billigere Alternativen zum Landrover gibt es für den Einsatz, für den er gedacht ist, keine. Teurere schon. Einen Unimog oder Pinzgauer z. B., aber die kosten einen guten Schluck aus der Pulle mehr.