LADA Niva SUV (1978 - 2013)

3.31 3 Tests 22 Erfahrungen
79%
21%

9.709 € bis 16.650 €

64 PS (47) kW bis 83 PS (61) kW

Benzin, Diesel, Gas

8,5 l/100km bis 11,6 l/100km

9,5 l/100km

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Erfahrungswertung
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alle Bewertungskriterien
Preis-/ Leistungsverhältnis
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Design & Styling
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Verarbeitungsqualität
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Sparsamer Verbrauch
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Motorisierung
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Alltagstauglichkeit
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Unterhaltskosten
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Richthofen

Januar 2014, Richthofen über: Niva 1.7i, 81 PS, Schaltgetriebe

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[ 2,21 ]
empfiehlt den Kauf
Wir haben 2007 einen Niva 1.7i NEU (Deutsches Modell: Hohlraumversiegelt, Unterbodenschutz etc.) gekauft und 2013 wieder verkauft. Laufleistung war zu diesem Zeitpunkt 35.000km.
Gelände sind wir nicht gefahren, nur Feldwege etc..

Positives soll ja immer zuerst genannt werden:
- Das günstigste und beste Winterauto ever!
- Die Innenraumheizung ist nach etwa 5km da und heizt, als würd der Teufel drin sitzen.
- Es gab keine Strecke, wo wir nicht hätten herfahren können (Ruhrgebiet) ... Allrad mit Untersetzung und zuschaltbaren Sperrdifferential findet man zu diesem Preis nirgends!!
- Zur Wartung/Reparatur benötigt man lediglich: 1 Schraubendreher, 1 Satz Imbus-Schlüssel, 1 Satz Maulschlüssel, 1 Abzieher und einen großen Hammer (Wagenheber liegt schon dabei).
- ALLES kann man "mal eben so" bis zur nächsten Werkstatt oder eigener Garage zusammentüddeln, so dass man nach Hause kommt.
- Versicherungsprämien z.T. günstiger als Bus u. Bahn fahren
- Spritverbrauch lag im Winter bei 10-11 Liter Super.
- Ersatzteile zu Discounterpreisen (wenn man es selber auch einbauen kann ... ansonsten wird es im Hinblick auf den Anschaffungspreis doch recht teuer).

Negativ:
- Auf dieses Modell kann man sich absolut verlassen: Alle beweglichen Teile gehen in überschaubarer Zeit kaputt.

Innerhalb unserer 6 Jahre/35.000 km Lada Erfahrung (Nur die teuren, großen Teile):
- Traggelenke oben und unten (Selber machen 93 Euro, Vertragswerkstatt ca. 1000Euro)
- Kupplung inkl. Nehmer/Geber (Selber machen 3 Tage 278 Euro, Vertragswerkstatt ca. 900 Euro)
- Wärmetauscher-Heizventil (Selber machen 14 Euro, Vertragswerkstatt 150 Euro)
- Bremsen komplett (Selber machen 95 Euro, Vertragswerkstatt ca. 350 Euro)

Als wir ihn verkauften (35.000km/6Jahre !!!!), musste noch gemacht werden:
- Ventildeckeldichtung
- Dichtungen des gesamten Antriebsstranges inkl. Verteilergetriebe
- Differential Hinterachse Radseitig
- Achsmanschetten Vorderachse
- Stoßdämpfer vorne und hinten
- Scheinwerfer wurden trüb
- Rost an den Schwellern, A-Säulen, Frontschürze, Heckschürze (trotz jährlicher "Mike Sander`s Fettkuren") Kofferraumklappe und Motorhaube ohne Rost (da befanden sich auch geschätzte 5 kg Hohlraumfett drin)
- Elektrik fing an zu spinnen (vermutl. Feuchtigkeit)

Alles in allem ein super Winterauto und günstig wenn man handwerklich begeistert ist. Man muss charakterlich gefestigt sein, da man genauso viele Lacher bekommt, wie Stauner :-)
Ich würde ausschließlich ein Deutsches Modell nehmen und wenn Gebraucht, dann nach Möglichkeit nicht älter als 3 Jahre ... außer man ist handwerklich begeistert :-)))
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4x4Hoppser

Oktober 2013, 4x4Hoppser über: Niva 1.7i, 83 PS, Schaltgetriebe

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[ 2,14 ]
rät vom Kauf ab
Hallo, ich habe 10 jahre lang Niva gefahren, verschiedene Modelle vom 1,6 bis 1,7 I. nur wer sich gut auskennt und viel selbst machen kann sollte sich mit diesem Fahrzeug vertraut machen. Oder nach der Garantiezeit verkaufen. Wenn man einen Niva kauft, sollte immer ein zuverlässiges anders Auto im Zugiff sein. Für den Preis eines neuen Nivas bekommt man
Fahrzeuge, in diesem Segment, mit einem besseren Preis-/Leistungverhältniss weiterlesen alle technischen Daten zu diesem Fahrzeug
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fahranfaengeroo

Dezember 2012, fahranfaengeroo über: Niva, 73 PS, Schaltgetriebe

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[ 2,57 ]
empfiehlt den Kauf
Ein Bekannter von mir fährt seit 2 Jahren seinen Lada Niva Spezial als Drittfahrzeug. Das Fahrzeug ist von 1993 und hat gerade einmal 86.000 Kilometer runter. Vor kurzem hatte ich die Möglichkeit, diesen sympatischen Russen zu testen.
Vor zwei Jahren kostete der damals 17 Jahre alte Niva aus Rentnerhand 4.200 Euro. Zum Kauf standen 81.000 Kilometer auf der Uhr. Das Fahrzeug ist so spartanisch es nur geht. Er verfügt über permanenten Allradantrieb, ein Kassettenradio und sogar eine Servolenkung. Das war's. Doch mehr braucht ein reiner Geländewagen auch nicht. Für die Boulevards und Nobelgegenden gibt es andere Autos, die sich dort deutlich wohler fühlen.
Das Design war den Konstrukteuren der 70er Jahre egal. Hauptbedingung war, dass alle wichtigen Teile ihren Platz bekamen. So robust der Niva auf den ersten Blick wirken mag, so filigran sind seine Spiegelchen. Das Reserverad ist an der Heckklappe montiert. Details wie die außen liegenden Scharniere der Kofferraumluke verraten die Schlichtheit diese Modells. Im Innenraum bietet der Niva fünf Rundinstrumente, die den Fahrer über den Zustand des Fahrzeugs informieren, sofern sie funktionieren. Besonders lustig ist der ellenlange Ganghebel.
Die Verarbeitung war auch irrelevant. Lada stattete den Niva mit Kunsstoffen der untersten Kategorie aus. Sie stammen noch aus den Anfängen der Kunststoffproduktion. Den Ganghebel hat man schnell mal aus der Verankerung "gerissen" und die Sitze gleichen dem Komfort einer Gartenbank. Bei Geschwindigkeiten über 90 km/h erfährt man ein starkes Rütteln im Auto. Die braune Pest holt das Fahrzeug immer mehr ein.
Der Verbrauch des nur 1.170 Kilogramm schweren Autos liegt bei knapp 10 Litern. Dies liegt wohl größtenteils an der Uralttechnik des kleinen Russen. Doch wenn man den Knirps nur für gelegentliche Ausflüge über Stock und Stein beansprucht, kann man damit leben.
73 PS aus einem 4 Zylinder-Motor mit 1569 ccm Hubraum leistet der Niva. Dessen Beschleunigung ist mit einem Sprint von 0 auf 100 in knapp 11 Sekunden als positiv zu bewerten. Maximal schafft der Motor 130 Stundenkilometer. Hierbei empfehlen sich Ohrschützer. Das Schaltgetriebe ist ziemlich hakelig.
Beim Alltagsnutzen muss man überlegen, wo man die meiste Zeit verbringt. Gelegentliche Einsätze in der Stadt und extrem seltene Fahren auf der Autobahn, aber nur auf der rechten Spur, macht der Lada auch mal mit. Doch hauptsächlich will der Niva arbeiten, und das nicht zu knapp. Es sind kaum Grenzen gesetzt. Wo selbst Pioniere wie die G-Klasse kapitulieren, wühlt sich der Lada Niva noch durch. Eine maximale Watttiefe von 65 Zentimetern zeichnet den Geländejunkie genauso aus wie maximale Steigungen von mehr als 100% (45 Grad). Ausflüge in die Kiesgrube erhöhen den Adrenalingehalt im Blut aller (Mit)Fahrer immens.
Fazit: Dieses Steinzeitauto bereitet auch heute noch viel Spaß. Es ist das Perfekte Gerät für "Steinzeitmenschen": Jäger und Sammler.
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Kommentare

koreanpower schrieb am Freitag, 28. Dezember 2012, 17:07 Uhr:

koreanpower
Danke für den inter.Bericht

@damals 17 Jahre alte Niva aus Rentnerhand 4.200 Euro. Zum Kauf standen 81.000 Kilometer auf der Uhr.

für das ( fast) Doppelte hätte man auch ein neuen Niva mit 0 Km bekommen. Naja, jedem das seine

gruss
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fahranfaengeroo schrieb am Freitag, 28. Dezember 2012, 22:09 Uhr:

fahranfaengeroo
Ich habe das Fahrzeug ja nicht gekauft...das musst du schon meinem Bekannten sagen.
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joachimeberhart

Oktober 2012, joachimeberhart über: Niva 1.7i, 83 PS, Schaltgetriebe

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[ 3,79 ]
empfiehlt den Kauf
Also ich bin bald bei 60000 km mit ein paar Anfangsproblemchen (Radlager, Spur und Dichtungen), die noch in die Garantiezeit fielen.
Da ich den Wagen fast jeden Tag auch durch´s Gelände jage, kann ich nicht meckern, wenn einmal der Spiegel oder die überflüssige dritte Bremsleuchte locker wird.
Allerdings besitze ich einen Wagen mit sehr guten Unerbodenschutz und versiegelten Fugen, etc., so dass auch der Rost nach drei Jahren kein Problem ist (kleinere Lackbeschädigungen werden jedoch auch sofort selbst ausgebessert).
Ansonsten habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Wagen in vielen Werkstätten erst verpfuscht wird und man am besten selbst macht, was man machen kann, bzw. von einen Niva-Spezialisten machen läßt.
PS.: Mein Motor hat den für diesen Wagen wirklich guten Kraftstoffverbrauch von durchschnittlich 9,2 l Super / 100 km (im Hochsommer schon mal unter acht, im Winter aber auch um die 10 l ), wie gesagt querbeet und auch Kurzstrecken. Im Verhältnis zur Karosserieform und permanenten Allradbetrieb ist das ein guter Verbrauchswert.
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stuesser

August 2012, stuesser über: Niva 1.7i, 83 PS, Schaltgetriebe

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[ 2,36 ]
empfiehlt den Kauf
„PUR“
heißt das Einstiegsmodell des Lada Niva. Treffender und prägnanter kann die Modellbezeichnung nicht gewählt werden. In einer Zeit in der der Durchschnittsbürger durch technische Gimmicks und Accessoires zu überfrachten droht, gilt beim Lada Niva offensichtlich die Maxime: “Reduzierung auf das Wesentliche“.
Technik
Augenscheinlich haben sich die Karosseriepressen des Stammwerks in Togliatti seit 35 Jahren nicht verändert.
Mir ist kein Geländewagen bekannt, der auf eine so lange Bauzeit mit derart geringen Modifikationen innerhalb des Baumusters vorweisen kann.
Nach einer Prototypenphase wurde der Lada Niva als 1600-er seit 1976 gebaut.
Eine selbsttragende Karosse, Spiralfedern für lange Federwege rundum, permanenten Allradantrieb mit Getriebeuntersetzung und Einzelradaufhängung vorn für eine komfortable und exakt geführte Vorderachse waren die kernigen Eckdaten, die zu diesem Zeitpunkt nicht zu verachten waren.
Dieser vormals 1600er Motor, der nach Motorcode direkter Vorfahre des heutigen 1.7i Antriebs ist, zählt nicht zu den
aufregenden sondern eher zu den anspruchslosen und hemdsärmeligen Genossen, die notfalls auch weit östlich des Urals instand gesetzt werden können. Die Zulassungsbedingung der Euro 5 erfüllt der Lada Niva.
Der permanente Allradantrieb, der auch in der heutigen Zeit aus meiner Sicht leider immer noch nicht bei allen Herstellern vorzufinden ist, wurde im Osten bei AVTOVAZ (AwtoWAS =Wolga Automobilwerk) seit über 35 Jahren bevorzugt. Das Verteilergetriebe, welches die Lastwechselvorgänge auch akustisch unüberhörbar in den Fahrgastraum überträgt
-
(die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Getriebe auch dann noch schalten lässt, wenn das Getriebeöl kältebedingt die Konsistenz von zähem Honig angenommen hat, ist sehr ausgeprägt)
-ist mit einer Geländereduktion 2,14:1 ausgestattet. Insbesondere unter der Feststellung, dass die Straßengangpaarung nicht 1:1 sondern leicht untersetzt daherkommt, erscheint der Faktor 2 in der Untersetzung zumindest fragwürdig. Wenn man jetzt aber des sagenhafte Leergewicht von etwas über 1200kg in Relation setzt muss jeder davon ausgehen, dass dieser Geländefloh abseits der Straße mit seinen nur 83PS/61kW und129Nm/4.000U/Min durchaus
seine Berechtigung und Fans hat. Erst bei Steigungen, die über die werksmäßigen 58% hinausgehen, wäre eine noch kürzere Untersetzung wünschenswert, die ein materialschonenderes „Krabbeln“ erlaubt. Ausstattung
Das Einstiegsmodel des Lada heißt „PUR“ und entbehrt nicht nur nahezu jeglichen Luxus sondern beschränkt sich im wesentlich auch im Bereich der Sicherheitsausstattung auf gesetzlich vorgeschriebene Instrumente und Einbauten. ABS, Airbags, Einparkhilfen, elektrisch Helferlein sucht mach auf breiter Front vergeblich. Aber immerhin gibt`s Tagfahrleuchten, Sicherheitsgurte und eine elektronische Wegfahrsperre.
Ganz selten wurden auch in hiesigen Landen handverlesene Stückzahlen eines 4-türigen Modells bzw. Lada auch mit Dieselantrieb gefunden. Diese französischer Abstammung sich erfreuender XUD 9 Maschine mit 51 bzw. 55kW wurde jedoch nur 1995-1997 angeboten.
Fazit
Der Lada Niva ist absolut gesehen der Geländewagen mit dem niedrigsten Einstandspreis.
Lada “2121 PUR” 9.990 Euro
Lada “Niva 4x4” 11.450 Euro
Lad““ Niva Exclusiv“ 13.950 Euro
Das große Garantiepaket (3 Jahre) ab Lada4x4. Eine teilbare Rückenlehne der Rücksitzbank sowie ein höhenverstellbares Lenkrad bzw. die Zentralbedienung (Serie Niva Exclusiv) und eine Anhängerkupplung (Aufpreis 670 Euro) sind empfehlenswerte Ausstattungsdetails.
Der Nutzfahrzeugcharakter steht eindeutig im Vordergrund. Der Niva4x4 versprüht eindeutig den Charme des Zweckoptimisten und findet genau aus diesem Grund auch nach mehr als 30 Jahren Bauzeit in Deutschland nahezu 1.500 Käufer jährlich.
Ein Testverbrauch zwischen 10,15 und 12 ltr. /100km ist in dieser Leistungs- und Gewichtsklasse jedoch alles andere als zeitgemäß. In Option wird serienmäßig ein Niva mit Autogasantrieb angeboten, der sich aufgrund geringen Aufpreises schon bei moderaten Jahresfahrleistungen rechnet.
Hinsichtlich Sicherheitsausstattung bzw. Motoralternativen in Form eines kompakten sparsamen Diesels sowie eine Reduzierung zahlreicher Wind- und dröhnender Frequenzen besteht für AVTOVAZ noch reichlich Entwicklungspotenzial, um auch die nächsten 35 Jahre zweckmäßig und erfolgreich anzugehen.

Video Lada Niva auf dem Geländewagenparcour

http://www.youtube.com/watch?v=RvddTJ_xqzc
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Kommentare

onlinemotor schrieb am Dienstag, 2. September 2014, 18:02 Uhr:

onlinemotor
Lada Niva IG 16. Treffen im Video

https://www.youtube.com/watch?v=X_toTULABAs

https://www.youtube.com/watch?v=MK7fSkVtEDs
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GeloeschterNutzer

Juni 2012, GeloeschterNutzer über: Niva 1.7i, 81 PS, Schaltgetriebe

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[ 3,64 ]
empfiehlt den Kauf
Der Niva. Eine Legende. Zur Ausstattung usw will ich garnichts sagen, das kann man überall nachlesen. Seine 82 PS reichen um im Verkehr mit zu schwimmen, ein Rennen gewinnt man damit allerdings nicht. Es ist eben ein Geländewagen. Da trumpft er auch auf. Ich hatte schon zwei Nivas, ich war mit beiden zufrieden. Versicherung ist er billig, Steuern sind ok, nur der Verbrauch lässt zu wünschen übrig. 10 liter laufen schon mal rein. Als Zugfahrzeug meiner Meinung nach auch nur bedingt zu gebrauchen, da er zwar 1,9 tonnen ziehen darf, aber mit 82 PS macht das kein spaß mehr. Was mir fehlt ist eine gute innenbeleuchtung und Getränkehalter. Aber ansonsten gibt es nicht viel auszusetzen. Man kann noch selbst Schrauben, der Wagen ist übersichtlich und Robust. Allerdings muss ich davon abraten einen Reimport zu kaufen. Mein erster Niva war ein Reimport und ich bin nicht glücklich geworden mit ihm. Rost ohne ende, technische Probleme usw... Mit meinem jetzigen bin ich eigentlich ganz glücklich, gute Rostvorsorge und kein Reimport... Funktioniert. :) weiterlesen alle technischen Daten zu diesem Fahrzeug
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wischwiesel

April 2012, wischwiesel über: Niva 1.7i, 83 PS, Schaltgetriebe

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rät vom Kauf ab
Grundsätzlich ist der Niva ein Blickfang. Ich werde in München ständig darauf angesprochen, gefilmt und anderes. Er macht wirklich spaß wenn er nicht ständig in der Lada-Werkstatt stehen würde (Tagelang)

37000 km Stadtverkehr München habe ich bisher gefahren

Was war bisher alles defekt:
Querlenker, Türschloß, Bremsanlage, Radlager vorne links, Kupplung, Kat und Lamdasonde, Heizanlage tropft nach innen in den Beifahrerraum und geht nicht mehr aus.

Jetzt hat er an allen möglichen Stellen Rostansatz am kompletten Aufbau!

Ich bin sehr froh, das die 3 Jahre Leasingzeit vorbei sind und gebe das Auto gerne wieder zurück. Für dieses Geld bekommt man überall vernünftige Qualität, die nicht ständig defekt geht. weiterlesen alle technischen Daten zu diesem Fahrzeug
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lada4x4

März 2012, lada4x4 über: Niva 1.7i, 83 PS, Schaltgetriebe

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[ 1,43 ]
rät vom Kauf ab
Lada Niva EZ,1/20011

Bisherige Werkstattbesuche 12!!!!!Mann kann gut 3 Jahre Garantie auf ein Auto geben,wenn die Werkstatt dann sagt,das ist normal!

-Kupplung Ausrücklager defekt
-Nockenwellensensor defekt
-Katalysator defekt
-Fahrertür schließt nicht richtig,zieht rein und Autoscheiben gefrieren von innen-trotz 3xmaligem Nachbesserungsversuch!!!
-Radlager machen Geräuche
-Benzindampabscheider
-Tankuhr,trotz 3 x maligem nachbessern-MISSERABEL
-ROST am Kofferraumdeckel,am Dach (Schweisstellen) und Chromteilen
-Motor ölt
-Hydrostößel klackern
-Armaturenschrauben und Verkleidungen schief!!!
-17.03.12 Wasserpumpe+Getriebewelle,Ölverlust,Motor klappert wieder!!!!
Kurz gesagt-einmal NIE WIEDER!!!!!

Mein vorheriger Suzuki Lj 80 hatte mit seinem stolzen Alter von 29 Jahren,nicht soviele Mängel und Werkstattbesuche, wie diese Fehlkonstruktion:
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Kommentare

NIVAPILOT schrieb am Montag, 7. Mai 2012, 22:07 Uhr:

NIVAPILOT
Was war denn da los. Das es Qualitätsunterschiede
innerhalb der Baureihe gibt ist mir bekannt.
Vorallem die Grauimporte sind berüchtigt. Ich kann mir nur vorstellen das AVTOVAZ nach der Krise enorme Zahlungsprobleme mit den Zulieferern hatte und so wieder mal die Qualität litt bei den neueren Modellen. Es wird an den
Kleinteilen gespart. So was muß nicht sein.
Mein 2005er Niva beweißt das es besser geht.
Aber auch ist jeder Niva nur so gut wie sein Mechaniker. Tut mir Leid für die Misere
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lada4x4 schrieb am Dienstag, 8. Mai 2012, 18:48 Uhr:

lada4x4
Ja,das Frage ich mich auch.Auto muß schon wieder in die Werkstatt:
-wieder Radlager vorne
-Rost jetzt vorne an den Kotflügel Ecken
-Rückwärtsgang geht sehr schwer rein
-zieht schon wieder nicht richtig

Fortsetzung folgt...
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Nivafahrer

Oktober 2011, Nivafahrer über: Niva 1.7i, 81 PS, Schaltgetriebe

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[ 2,86 ]
empfiehlt den Kauf
Meinen Lada fahre ich seit 10/2009. Ausgerüstet vom ersten Tag an mit einer Autogasanlage von BRC, Verbrauch damit 11-12 Liter Autogas auf 100km. Damit bleiben auch die Kraftstoffkosten im Rahmen. Mein Niva ist ein für den deutschen Markt bestimmtes Modell, gekauft bei einem Lada Vertragshändler. Die offiziell für den deutschen Markt bestimmten Nivas erfahren im Lada Importzentrum in Buxtehude noch ein paar besondere Streicheleinheiten, bevor sie dann ausgeliefert werden. Man kann bestimmte Dinge auch selbst erledigen, z.B. Unterbodenschutz und Hohlraumversiegelung, aber wer der kein Schrauber ist, macht das wahrscheinlich nicht - und die Grauimporte haben diesen Schutz so gut wie meistens nicht, und Rosten dann in sehr kurzer Zeit. Ich habe bis jetz nicht bereut einen etwas teuereren "deutschen Lada" gekauft zu haben, anstatt ein billigeres Importfahrzeug. Weil wer sich ausreichend damit auseinandergesetzt hat weiß - ein Lada reift bei seinem Besitzer. An meinem Fahrzeug wurden alle von mir reklamierten Mängel ohne große Diskussionen im Rahmen der Garantie kostenlos beseitigt. Dazu gehörten Frontscheibe neu eindichten, Gebläsemotor, Scheinwerfer, Dichtringe der Kardanwellen erneuern, Wischwassertank der Heckscheibe ersetzen, und noch ein paar Kleinigkeiten. Das ein oder andere wird den Besitzern eines Niva durchaus bekannt sein. Ansonsten hatte ich mit diesem Fahrzeug nie Probleme, der Lada verrichtet tapfer seinen Dienst, ob auf oder neben der Strasse.
Das Fahrzeug hat keinerlei elektronische Helferlein bzw. wer Airbags sucht ist hier fehl am Platz. Wer mit einem Niva liebäugelt, der sollte sich ausreichend Informieren, inclusive einer ausgiebigen Probefahrt. Vielleicht auch das Gespräch mit anderen Nivabesitzern suchen - wer weis es sonst besser, und macht Ihn nicht schlechter als er ist. Ob man sich solch ein Fahrzeug kauft, hängt eben auch sehr von dessen Einsatzzweck ab. Als Erstwagen und einziges Fahrzeug werden ihn die wenigsten besitzen. Die Steuer von zur Zeit 260Euro ist eher hoch, dafür ist die Versicherung sehr billig. Bei mir mit 30 Prozent gerade mal rund 100 Euro Haftpflicht jährlich. Als abschließenden Satz kann man sagen: Wer sich ein solches Fahrzeug kauft, weiß (sollte wissen) was er tut.
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Kommentare

NIVAPILOT schrieb am Freitag, 6. Januar 2012, 02:14 Uhr:

NIVAPILOT
Ein sehr schöner und objektiver Bericht.
So ist er, der Niva. Er reift mit seinem
Besitzer und wenn man ihn nicht verwahrlosen
läßt steht er nach Jahren immer noch gut da.
Wie zum Beispiel mein gepflegtes Exemplar.

Viele Grüße und immer einen Daumen breit
Platz unterm Differential
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Albert2008

Juli 2011, Albert2008 über: Niva 1.7i, 83 PS, Schaltgetriebe

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[ 4,0 ]
empfiehlt den Kauf
Eines mal gleich vorneweg: Wer sich einen Niva kauft, nur weil er billig ist und dann hofft, neues Auto gleich neuzeitlich gut usw. wird mit diesem Auto nicht glücklich. Und obwohl der Niva sich in den letzten Jahren und insbesondere während der unsäglichen Abwrackprämienzeit für LADA-Verhältnisse richtig gut verkaufte, ist und bleibt er das wohl letzte Automobile Fossil,welches man ladenneu erwerben kann. Und so muss man ihn sehen. Er bietet keinerlei Komfortextras, ist aber trotzdem nicht unkonfortabel, er ist behäbig und nicht gerade leise, aber weit davon entfernt lahm oder unmenschlich grob zu sein. Ob seine äussere Form in einem "Designbüro" entstanden ist weiss ich nicht, lieblich und hübsch ist er bestimmt nicht, aber er ist nicht hässlich, nichts an ihm wirkt peinlich oder improvisiert. Das ist es, was einen Niva ausmacht und wer das beherzigt, wer ein Minimum an Schraubertalent besitzt, wer überhaupt ein wenig Benzin im Blut hat und einfach nur Auto fahren will, der wird den Niva lieben, der wird eine dauerhafte Freundschaft mit diesem wirklich interessanten Auto eingehen können. So wie ich.
Denn ich habe mir meinen Niva vor drei Monaten gekauft, weil ich es wollte, ich wusste, was auf mich zukommt und ich wusste, dass ich alles, was man so von modernen Autos kennt, aussen vorlassen muss und das Resultat ist (für mich) fabelhaft.
Zum Auto: Der Niva wird in der russischen Provinz irgendwo an der Wolga in Togliattigrad seit 1977 gebaut. Viel haben die Sowjets äh Russen an dem Eisen nicht verändert. Das Heck ist vor nun mittlerweile auch schon wieder 17 !!! Jahren mal geändert worden. Dabei wurde die Landekante nach unten verlagert und die Rückleuchten von Quer- auf Hochformat geändert. Das Armaturenbrett wurde mal komplett verändert und seitdem immer wieder mal daran herumgedoktert. Mein Wagen stammt aus der "allerneuesten" Serie, hat ein kleines Digitaldisplay (aus chinesischer Produktion), grössere Blinkleuchten vorne und, wow, von innen verstellbare Aussenspiegel. Die Antriebswellen sollen verbessert worden sein und nun tatsächlich aus sog. "homokinetischen" Gelenkwellen bestehen (einfach mal Googlen), die Geräuschdämmung wurde mal wieder ein bisschen optimiert, ein bisschen hier und da. Der Niva ist aber immer noch das Auto, dass ich nun schon seit meiner Kindheit kenne. Der Motor, früher ein 1,6 Liter mit 76 PS ist nun ein 1,7 Liter mit 82 PS. Im Prinzip stammt dieser Motor aus der LADA - Urzeit, den frühen 70er Jahren. Er basiert übrigens nicht, wie so oft angenommen auf einer alten Fiat-Konstuktion sondern ist hausgemacht. Es ist eine alte Konstruktion, aber keine schlechte Konstruktion. Der Motor beschleunigt den Niva in ungefähr 17 Sekunden auf 100 Km/h, ich finde, damit kann man ganz gut leben, die Topspeed liegt, lt. Schein bei 140 Km/h, ich hab das auch schon ausprobiert, der Tacho zeigt dann erstaunliche 165 Sachen an, richtig Spass macht das aber nicht. Man spürt förmlich die ganzen Gelenkwellen, und wie sich sich drehen, wie sie vibrieren und wie es den Motor ganz schön Kraft kostet. Dauertempo 125 mag er ganz gerne, dann halten sich die Geräuschentwicklungen auch noch im Rahmen, der Benzinverbrauch liegt dann so bei 9 Litern.
Die Inneneinrichtung des Niva besteht aus wirklich robustem Material. Mann kann das schlimm und speckig finden, ich finde das nicht, sondern für meine Nerven versprüht es eine völlig andere Art von Charme und, allen Unkenrufen zum Trotz: Der Niva ist nicht so extrem schlecht verarbeitet, wie es die vollkommen voreingenommene Presse in Deutschland immer weissmachen will. Ich habe einen Niva vom deutschen Importeur, er ist Hohlraumversiegelt, hat Innenkotflügel gegen Steinschlag und Rost, Lampen, Sicherungen und anderes Kleinzeugs wurde gegen westliche Ware ausgetauscht. Die vorderen Sitze stammen heutzutage aus dem LADA - Samara und sind viel besser, als ihr ulkiges Aussehen vermuten lässt. Sie sind dick gepolstert und man kann es gut auf ihnen aushalten. Hinten gibt es dagegen nur eine "Büßerbank", man kann es aber schon eine Weile darauf aushalten. Die Rückenlehne hinten ist nicht geteilt umklappbar, aber wenn man sie umlegt, ergibt das einen wirklich grossen Kofferraum, wer will, kann blutige Schweinehälften reinlegen und das ganze dann hinterher nass rauswischen :-)
Man steigt in den Niva wie bei Geländewägen üblich hinauf und geniesst dann eine wirklich sensationelle Übersicht. Die Motorhaube ist komplett einsehbar, man sieht sofort, wo der Wagen anfängt und wo er hinten hinter der Heckscheibe aufhört. Wer trotzdem anecken will beim Parken, kann sich auf massivste Stosstangen aus dicken Aluträgern verlassen, wie übrigens alles an dem Auto zwar teilweise grob bearbeitet aber auch sehr solide ausgeführt ist, vom Blinkerhebel und Scheibenwischerschalter mal abgesehen, die ziemlich wackelig sind. Stinken tut der Niva in meiner Nase übrigens nicht, wie viele immer behaupten. Früher haben alle neuen Autos so gerochen und es war für nicht wenige einer der schönsten Gerüche überhaupt, der eines nagelneuen Autos, nach Lack, Gummi, Stoff, Benzin.......
Auf der Strasse benimmt sich der Niva zwiespältig. Grundsätzlich fährt er ganz gut geradeaus und die Bremsen, nun ja, sie bremsen gefühlt gar nicht schlecht, brauchen aber sicher länger, als bei modernen Autos. Trotzdem kommt leichtes LKW-Feeling auf. Das liegt am riesigen Lenkrad und fünf Umdrehungen von links nach rechts mit der zwar leichtgängigen aber auch eher indirekten Lenkung. Die Rückstellkräfte sind sehr gering und so kommt es, dass der Niva, wenn man es denn mal eilig hat, ungelenk über die Vorderräder schiebt und einen gemahnt, ihn doch besser in Ruhe zu lassen und es sacht angehen zu lassen. Tückisch wird er niemals, aber man muss ihn buchstäblich fahren lernen. Die Schaltung ist überraschen gut, hat zwar lange Wege, aber die Gänge rasten recht präzise ein. Es gibt noch einen Hebel für ein Vorgelegegetriebe und eine Geländeübersetzung, die habe ich aber noch nicht gebraucht, weil ich eigentlich gar nicht ins Gelände will. Wo gäbe es das auch in meiner Stadt :-)
Die Federung des Niva ist komfortabel ausgelegt, Kopfsteinpflaster, Kanaldeckel, Strassenbahnschienen und die ganzen Gemeinheiten deutscher Grosstadtstrassen stecken seine Achsen gelassen weg, wegen des kurzen Radstandes nickt das Auto aber permanent, es wiegt halt. Man gewöhnt sich daran.
An Ausstattung gibt es wie gesagt nicht viel. Er hat fünf Gänge, einen Drehzahlmesser und .....äh....ach ja, die Spiegel sind seit letztem Jahr von innen einstellbar. Das wars im Wesentlichen. Aber nüchtern betrachtet: Recht viel anders war das bei "westlichen" Autos in den 70ern auch nicht. Ich erinnere mich gut an die Opels die mein Vater fuhr, als ich Kind war, man musste froh sein, wenn sie vier Gänge und einen Zigarettenanzünder besassen. Den hat der Niva übrigens immer dabei. Funktioniert sogar. Die Aussenlackierung ist übrigens richtig gut ausgeführt. Mein Niva ist petrolblau lackiert, überall satt und sauber aufgetragen und in der deutschen Version sind die offen stehenden Kanten und Überlappungen, die man bei den russischen Versionen überall sehen kann, mit Gummi abgedeckt.
Das Ersatzrad liegt direkt über dem Motor unter der Fronthaube.
Die Scheinwerfer sind eher altertümliche H4 Lampen, aber die tun es auch und man sieht immer genug.
Wer den NIVA mit modernen Autos vergleicht und ihn dann runterputzt hat ihn nicht verstanden und hat ehrlich gesagt auch keine Ahnung. Denn dann tut man ihm Unrecht. Wer ihn aber versteht, ihn nimmt wie er ist, wer ihn ein bisschen pflegt und ihn eher wie einen knorrigen alten Freund sieht, der kann mit diesem Auto richtig glücklich werden. Alle anderen sollen sich halt einen Dacia Duster kaufen.
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Kommentare

NIVAPILOT schrieb am Freitag, 6. Januar 2012, 01:57 Uhr:

NIVAPILOT
Ein sehr schöner Bericht. So ist der Niva und nicht anderst. Federführend bei der Niva Konstruktion war Piotr Prussow, ein junger Ingenieur, der eher inoffizell mit Avtovaz an der damaligen Ausschreibung für einen Volksallradler teilnahm. Niemand glaubte das VAZ ohne Allrad Erfahrung aus einem Fiat 124 Lizenzbau einen brauchbaren Geländewagen entwickeln können. Als Chruschtschow die anderen Entwürfe sah, die eher Planwagen glichen, wollte er diese seinen Landrussen nicht zumuten und so war der Weg frei für den Niva. Viele Grüße und immer einen Daumen breit
Platz unter dem Differential.
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donna3112

Januar 2011, donna3112 über: Niva 1.7i, 81 PS, Schaltgetriebe

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empfiehlt den Kauf
Ich fahre jetzt seit über einem Jahr einen Niva (Neuwagen) und kann nur sagen: wer ein Lächeln auf dem Gesicht hat, wenn er ihn sieht, könnte wie ich begeistert von ihm sein.
Die großen Pluspunkte beim Niva sind die Individualität. Wenn man mit der Zeit geht und jeden Schnickschnack braucht, dann ist man hier fehl am Platz!
Wenn man aber ein Auto fahren (!) will, kommt man voll auf seine Kosten. Wie oft habe ich mehr als 3 Anläufe gebraucht, den Rückwärtsgang einzulegen (peinlich, wenn ein anderes Auto darauf wartet, dass man endlich einparkt...)
Man muss eben sich dem Niva anpassen und auch mal bissl fester Hand anlegen.
Wer's mag... Alss ich mag es und halte ihn für einen treuen Begleiter, wenn man sich auf ihn einstellen kann und will. weiterlesen alle technischen Daten zu diesem Fahrzeug
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niva2121

Juni 2010, niva2121 über: Niva 1.7i, 81 PS, Schaltgetriebe

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empfiehlt den Kauf
Der Niva ist ein Traumauto! Das mag für viele absurd klingen. Wer aber "Benzin im Blut" hat und ein Auto nicht daran bemißt, daß es die Kriterien derzeitiger Autokultur oder -mode erfüllt, der wird den Niva lieben und mit ihm glücklich werden - "Otto-Normalfahrer" sicher nicht. Ich bin seit einem halben Jahr begeisterter Niva-Fahrer.
Der Wagen sieht aus, wie ein richtiger Geländewagen, frei von SUV-Statusquatsch, auszusehen hat. Er fährt nicht furchterregend schlecht, wie es die allermeisten Autotests dem Leser dümmlich vermitteln.
Zu den Geländequalitäten muss man eigentlich nichts mehr schreiben, da können sich selbst Jeep, Defender, G-Modell eine Scheibe abschneiden - der Russe macht sie alle nass, wenn's drauf ankommt, dank seines exzellenten Geländefahrwerks, des niedrigen Gewichts und des gut abgestimmten Allradantriebs.
Was mir besonders gefällt: Das Gefühl und die Freude, die der Wagen vermittelt, kaum dass ich drin sitze und losfahre. Er ist lauter als moderne Fahrzeuge - aber mit toller Geräuschentwicklung, wie gemacht für Fahrer, die ein Fahrzeug hören wollen. Der Wagen fühlt sich schneller an als er ist, der Motor klingt schön kräftig. Er riecht anders als neue westliche Autos, Mütterchen Russland kriecht in die Nase...Man sieht aus steil stehenden Scheiben auf winzige Scheibenwischer, die ihren Zweck voll erfüllen. Da, wo die Motorhaue endet, endet der Wagen vorn - da, wo der Heckwischer zu sehen ist, ist das Wagenheck, perfekt übersichtlich, eine "Park Distance Control" erübrigt sich, es sei denn man will die robuste Stossstange zu dem Zweck verwenden.
Zu den stereotyp vorgebrachten Kritikpunkten: Lenkung ist nicht unpräzise, Sitze sind straff und langstreckentauglich, Tempo 110 auf der Autobahn ist kein Problem, Verbrauch dabei ca. 9 l, in der Stadt ca. 10 l, der Wagen schwimmt gut mit im Verkehr, ohne dass man ihn besonders "treten" muss, Heizung im Winter top, im Sommer heizt sie nicht, wenn man es nicht will (Schieberegler AUS...), Bremsen ohne ABS bremsen auch, man kennt das evtl. aus der Zeit von 1886-ca.1986 (...), die Verarbeitung ist luschig, ja, leider, da verstehe einer die Russen (ab und zu Elektrikmacken, Wassereintritt an Fenstern, Rostvorsorge) - sie haben einen "Kult"-Geländewagen seit über 30 Jahren auf dem Markt und sind nicht in der Lage, die seit langem bekannten Macken zu beheben, Kurvenlage bei angemessenem Tempo absolut ok und NICHT Angst einflössend, Lenkung, Bremsen, Kupplung, Schaltung NICHT schwergängig, im Gegenteil, ein neuer Niva fährt sich ziemlich "easy".
Was will man mehr, wenn man Autos mag? Man bekommt ein neues Auto, das seit 1977 produziert wird, mithin ein fabrikneuer Youngtimer ist, das sich gängigen Bewertungskriterien entzieht und doch alle relevanten (!, meine Sicht auf die Autowelt) erfüllt, dabei einen enormen Spass macht und billiger ist als so ziemlich alles, was sich sonst noch auf unseren Strassen und abseits davon bewegt. Ich bleibe dabei: der Niva ist DAS erschwingliche Traumauto.
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NIVAPILOT schrieb am Sonntag, 29. August 2010, 23:21 Uhr:

NIVAPILOT
Willkommen in der Niva Welt. Mit Freude hab ich deinen Bericht gelesen und kann voll zustimmen. Mittlerweile im 6.Jahr Nivafahrer kann ich nur Positives sagen, auch in der Zuverlässigkeit, Wartung und Pflege vorrausgesetzt. Weiterhin gute Fahrt im Niva, und Auge zudrücken bei ab und zu kleineren Bastelarbeiten, die sind serienmäßig. Weiter gehts immer.

Gruß, Nivapilot
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isettahans schrieb am Sonntag, 26. September 2010, 14:36 Uhr:

isettahans
Da ich als Bewohner des märkischen Outbacks schon länger mit einem Niva liebäugele und eh noch gerne an die Zeit zurückdenke, als die meisten Autos sich so fuhren, wie Du es beschreibst, hat mich Dein toller Bericht animiert, ihn mir jetzt doch mal näher anzuschauen. Grüße aus dem Havelland!
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wurliwurz schrieb am Dienstag, 28. Dezember 2010, 11:50 Uhr:

wurliwurz
Hallihallo !

Ich fahre seit einigen Jahren einen Suzuki Wagon. Ich sag immer, mein "fahrbarer Kühlschrank", so sieht er nämlich aus. Bin sehr zufrieden damit, weil ich bei Autos nicht anspruchsvoll bin. Ich möchte mir jetzt mein Traumauto kaufen und hab nach deinem Erfahrungsbericht gleich noch mehr Lust auf Niva bekommen. Mein Auto muss mich einfach von A nach B bringen, egal wie ! Ich möchte auch mal im Gelände damit rumgurken und Spass haben. Freu mich total, wenn es endlich soweit ist. Danke für deine Hilfe *megafreu* !

Liebe Grüsse aus der Oberpfalz
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HOMERSIMPSON78

Januar 2010, HOMERSIMPSON78 über: Niva 1.7i, 81 PS, Schaltgetriebe

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rät vom Kauf ab
Ein frohes neues Jahr nachträglich an euch alle!
Nach einer Erholpause werde ich euch wieder mit Autoberichten versorgen, die ich gefahren habe und die zum größten Teil bei meinem Onkel zum Verkauf stehen. Am Dienstag(also vor 6 Tage)traf gegen der Teestunde um 15:00Uhr ein Geländewagen ein, bei dem wir behaupteten, dass er mindestens 20 Jahre alt ist. Als uns der ehem.Besitzer erklärte, dass er einen 730i vom Jahr 1989 mit 215.000 KM und mit einer neuwertigen Gasanlage kaufen wollte und den Lada im Internet nicht verkaufen wollte, dachte mein Onkel nach, ob man den Wagen überhaupt loswerden konnte..Am Alter und an der Kilometerleistung lag es eher nicht: Erstzulassung Dezember 2001 und mit knapp 40.000 KM. An der gewollten Preisvorstellung konnte man auch nichts dagegen sagen: 1400€ Bar auf die Hand..Also: 8 Jahre alt, 40.000 KM, 1400€ und Allradantrieb.
Nur: Keine !Airbags!, kein ESP, keine Funkfernbedienung usw..
Die meisten Osteuropäer wollen doch nichts gutes und schickes. Hauptsache es fährt! Gar keine Austattung hat der Wagen nicht:
Allradantrieb, 5-Gang Schaltgetriebe, glänzender Lack in rot, Anhängerkupplung, vordere Kopfstützen und auch ein Satz Winterreifen auf Leichtmetallfelgen war dabei! Zur Sicherheit: Augen auf im Verkehr, wenn man ein Auto ohne Airbag/Airbags fährt..Ich wünsche Lada Niva-Fahrern keinen Frontaufprall mit einem Opel Astra J oder einem BMW X1! Für Jäger, Holzfäller, Waldarbeiter und Feldarbeiter wäre der Wagen einer Überlegung wert, falls sie einen günstigen Geländewagen ohne Sicherheit kaufen wollen.
Falls ich mich nicht irre, wird der Wagen seit mehr als 30 Jahren unverändert gebaut und das ist meiner Meinung nach ein riesen Nachteil. Ein neues Frontdesign und noch Klarglasrückleuchten würden das Design sicherlich verändern und der Russe würde sich sicherlich besser verkaufen!
Billiges Plastik, welches sehr kratzempfindlich ist. In der Stadt hört man ab 50 km/h Windgeräusche..Die kleine Sache wird das Werkstatt-Team sicherlich beheben. Ansonsten hat der Wagen keine Dellen, Schrammen oder Beulen. Nur Kratzer, die man rauspolieren kann.
Jetzt kommen wir mal zum Schmerzpunkt eines Lada Niva-Fahrers:
Der Verbrauch. Mein Onkel meint, dass man den Wagen nicht unter 16 Litern in der Stadt fahren kann und das der Verbrauch auf der Autobahn bei ca. 12 Litern liegt. Mein 530i mit 231 PS braucht ja weniger Sprit, als der Niva. Nein, das geht absolut nicht!
Im Gelände, im Wald, auf dem Feld und in der Stadt reichen die Pferde aus..Aber auf die Autobahn würde ich mich nicht wegen der Sicherheit und der Motorisierung trauen.
Für Jäger, Feldarbeiter und Leute in der Landwirtschaft reicht der Platz aus. Für mich reicht der Platz sicherlich NICHT aus!
Steuern, Versicherungen, Wartung und Treibstoff sind teuer bis sehr teuer..
Positiv:
-Preis
Negativ:
-Sicherheit
-Design
-Verbrauch
-Motorisierung
-Unterhaltungskosten
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kraeker schrieb am Montag, 4. Januar 2010, 20:14 Uhr:

kraeker
Du hast mit Deinen Ansichten zu diesem Auto soweit schon Recht.
Der Punkt,und die Existenzberechtigung für dieses Auto liegt ganz woanders.Für den deutschen,oder auch westeuropäischen Markt ist dieser Wagen auch gar nicht gedacht.So verlaufen sich nur so viel Autos wie wirklich Nachfrage nach Deutschland.Es wird auch keine Werbung dafür gemacht.
Für die Weiten Russlands,muß Technik einfach,rustikal,und leicht reparierbar sein.Ein Auto was sich 30 Jahre nicht verändert,repariert jeder Hufschmied in der Steppe.Benzinpreise sind in Russland nicht das Thema,eher die Vodkapreise.Die wohl wichtigste Ausstattung ist eine gut funktionierende Heizung.
In solchen Gegenden können die Bewohner wiederum nix mit hochgezüchteten SUV`s anfangen.


Gruß
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wischwiesel

November 2009, wischwiesel über: Niva 1.7i, 81 PS, Schaltgetriebe

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empfiehlt den Kauf
Habe den Niva seit gut 3 Wochen, bisher 900 km fast nur Stadtverkehr.

Er ist sehr laut, braucht sehr viel Benzin. Er hat keine elktronischen Spielerein wie ESP, ABS, Airback oder Zenralverriegelung. Ganz einfach nur EIN AUTO das gut fährt. Extrem stabil.

Er ist kein Auto für "verwöhnte" Autofahrer, sondern laut und robust und grob. Alles geht schwer: Schalten, Bremsen, Fensterheben (Kurbel).

Vollkasko mit Hapftpflicht für nur 90,--/mtl. zu haben

Bei mir bekommt er noch eine große Schneeschaufel vorne dran. Dafür war er auch gedacht.

Das fahren macht viel Spaß und vielen schauen DIch an der Ampel an. ICh werde ständig auf das Auto angesprochen.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem kleinen und freue mich auf die nächsten Jahre (Winter) mit dem Lada 4x4. weiterlesen alle technischen Daten zu diesem Fahrzeug
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kraeker

März 2009, kraeker (Bronze Experte) über: Niva, 78 PS, Schaltgetriebe

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empfiehlt den Kauf
Lada -Niva(Taiga) 1978 - heute Russland
Ostfahrzeuge die XVII.
Ein nagelneues gländegängiges Fahrzeug unter 7.400Euro,und das ohne Einbeziehung der Abwrackprämie.
Inzwischen können die allerersten Fahrzeuge das H-Kennzeichen beantragen.Über 30Jahre wird dieser Offroad-Klassiker nun schon gebaut.Dabei hat er sich in all den Jahren nur unwesentlich verändert.So ist die Maschine geringfügig größer geworden von 1568ccm auf 1690ccm.
Dabei stieg die Leistung von 78PS auf 81PS.Er erfüllt die Euro4,verbraucht im Schnitt 9,5 l/100km(im Gelände bis 17l),der CO2 Ausstoß beträgt 233 g/km.Der Wagen verfügt über einen permanenten Allradantrieb,ein Verteilergtriebe mit manuell sperrbarem Zentraldifferential und Geländereduktion.Die Steigfähigkeit 58%,der Kippwinkel 48%,Leergewicht 1150kg,Maße 3720x1680x1640 sowie die Wattiefe von 65 cm sind die wichtigsten Daten.Versicherung : HF 12 7 VK 11 / TK 10

Wer sich diesem Fahrzeug nähert,sollte jeglichen Schnicki Schnacki der modernen Autowelt vergessen.Irgendwie hat man den Geruch von Öl und Benzin immer in der Nase.Die Inneneinrichtung ist plastik und spartanisch.Für diese ca.7400 Euro bekommt man ein grundsolides,sehr belastbares Fahrzeug.Für Jäger,Outdoorsportler,Forst,Landwirtschaft,Hausmeisterdienst,Winterdienst usw.ist dieses Auto bestens geeignet.Bei dem Preis,wundert es mich,das da nicht mehr Bastler und Tuner drangehen.

Dieses Auto braucht aber auch etwas Zeit und Liebe.
Zeit,zum fahren.Denn die Fahrleistungen gerade auf der Strasse sind nicht die besten,Höchstgeschwindigkeit 137 kmh.Das Sortieren der Gänge am langen Schalthebel braucht ebenfalls Zeit.Schalt-Wege verdienen hier noch ihren Namen.Aber sitz man erst mal drinnen und der Puls vom hektischen Alltag ist erst mal runtergefahren,dann kann man dieses Auto richtig "erfahren".
Liebe braucht das Fahrzeug etwas bei der Pflege.Hohlraumkonservierung und Unterbodenschutz ist Plicht.
Als ich das Fahrzeug fuhr,war es für private Handwerker in der DDR eine Möglichkeit mit Hänger seine Transport probleme zu lösen.Auf diesen Wagen waren auch die Wartezeiten von ca.2-3Jahren am geringsten.
Auch für eine "Ich AG" wäre das Auto eine Überlegung wert.Einsteiger in den Off-road Sport kommen an diesem Wagen nicht vorbei.
Fotoquelle:Google
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Kai16

Januar 2009, Kai16 über: Niva 1.7i, 81 PS, Schaltgetriebe

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empfiehlt den Kauf
Naja alter scheiß aber für 9 990 € ein echtes schnäpchen für offroader weiterlesen alle technischen Daten zu diesem Fahrzeug
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Kommentare

PepeJones schrieb am Montag, 19. Januar 2009, 19:59 Uhr:

PepeJones
10000€ sind für das ding noch zu viel...
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hunti schrieb am Montag, 19. Januar 2009, 21:13 Uhr:

hunti
Der Niva ist ein Kracher im Gelände! Da sieht so mancher aufgestylter Allradler nur Rückleuchten. Kein bischen Elektronik - nur reine Mechanik, die dem Fahrer allerdings einiges abverlangt! Auf der Straße ist der Wagen - nun sagen wir - anders! Aber so eine Disqualifikation hat der Lada nicht verdient. Zumal wenn man bedenkt, dass das Fahrzeug (Design im wesentlich von Fiat stammend und aus 1966 datierend) als Lada Niva weitgehend unverändert seit 1976 gebaut wird. Zugegeben könnten die Russen etwas selbstkritischer ans Werk gehen. Das würde die ein oder andere böse Verarbeitungsüberraschung vermeiden.
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PepeJones schrieb am Dienstag, 27. Januar 2009, 11:51 Uhr:

PepeJones
Du hast es schon gesagt: Warum soll ich mir für 10.000€ einen "Neuwagen" kaufen, dessen technischer und optischer Stand der von vor 30 Jahren ist? Dazu kommt das mäßige Händlernetz. Da ist man mit weniger Geld und einer gebrauchten G-Klasse oder den diversen älteren japanischen Geländewagen meiner Meinung nach wesentlich besser bedient. Die sind im Gegensatz zum Lada auch noch sehr zuverlässig.
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NIVAPILOT

Dezember 2008, NIVAPILOT (Bronze Experte) über: Niva 1.7i LPG, 81 PS, Schaltgetriebe

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empfiehlt den Kauf
Wieso ausgerechnet ein Lada Niva, wurde ich einmal gefragt.
Es gibt doch viel besserere Autos heutzutage.
Bessere vielleicht schon, aber eben keinen Lada Niva.
Er ist ein Geländewagen, kein SUV wo mehr Wert auf Komfort und Understatement gelegt wird. Obwohl ich jetzt mal ganz frech behaupte das er der erste "SUV" überhaupt war. Während bei modernen Vertretern seiner Zunft bald die Scheinwerfer an die A-Säule anecken, hat der Niva sein Gesicht behalten und strahlt Beständigkeit aus. Hier wurde noch konstruiert und nicht designed

Neuesten Meldungen zur Folge steht der Nachfolger bereits in den Startlöchen. 2015/2016 geht die Lada Niva Epoche zu Ende, nach 40 Jahren Bauzeit. Über den Nachfolger ist noch nichts spezifisches bekannt, außer das er eher wie ein Allerwelts "SUV" wirkt.

Momentan ist der alte NIVA noch beim Importeur als Niva TAIGA, mit einigen kleinen Retuschen und deutscher Fahrgestellnummer erhältlich. Als Kleinserienmodell von 1000 Stk. um die verschärften EU Bestimmungen zu umgehen. Auch der Landy Defender bleibt davon nicht verschont.

Es wäre auch aufgrund des konstruktiven Alters unfair, moderne
Bewertungskriterien beim Niva anzuwenden.

Wer einen Niva fahren will sollte sich nichts aus den modernen Errungenschaften im Automobilbau machen, sondern einfach nur Autofahren wollen. Und der Niva fährt überall.

Beim Umstieg von einem modernen Pkw wird der Unterschied am
deutlichsten. Man sitz vor einem Armaturen "Brett" ,wer nichts von ergonomisch durchgestilten Wulstgebirgen moderner Autos hält, fühlt sich im Niva sofort wohl. Die kantige Karosserieform läßt ein überagendes Raumgefühl aufkommen. Auch die Übersichtlichkeit ist phänomenal. Beim fahren jedenfalls geht alles irgendwie schwerer. Die Schaltung braucht etwas Nachdruck, hat lange, aber exakte Schaltwege und einen Schalthebel der seinen Namen verdient. Die Geräuschkulisse und das Heulen des Antriebsstrangs ist ungewohnt. Nach einigen Kilometern macht es aber richtig
Spaß die Technik hautnah zu spüren.

Dem Niva wird auch nachgesagt auf der Straße nicht viel zu taugen. Das stimmt nur in Hinsicht auf die Fahrleistungen.
Es geht behäbig zu, genau passend zum Fahrwerk.
Richtig komfortabel wird er auf Schlaglochpisten, wo auch die gefühllose Lenkung ihre Vorzüge zeigt und nicht jede
Unebenheit dem Fahrer rückmeldet. Bei einer 800 km Autobahnfahrt stellte ich sogar fest das der Niva auch Langstreckentauglich ist. Zeit sollte aber keine Rolle spielen. Jedenfalls war ich durch die niedrigere Reisegeschwindigkeit und die bequeme aufrechte Sitzposition so entspannt, das ich die Strecke nochmal fahren könnte. Die Geräuschkulisse hält zudem auch wach.

Im Gelände fasziniert seine enorme Wendigkeit. Die Achsverschränkung ist unglaublich, es sind immer alle Räder am Boden. Ideal für verwinkelte Waldwege oder steile Obstbaumwiesen, wo mein Niva zum Einsatz kommt.
Auch die damit verbundenen Verunreinigungen sind im Niva, dank seiner abwaschbaren Gummimatteneinlagen kein Problem.
Empfehlenswert bei häufigem Feldwegeinsatz sind nachrüstbare Radhausschalen. Eine Hohlraumkonservierung sollte in jedem Fall durchgeführt werden und der Unterbodenschutz regelmäßig kontrolliert und ausgebessert werden. Sonst kann ich zum Thema Rost noch nichts sagen.

Beim Thema Zuverlässigkeit hat sich bei meinem Niva noch nichts Gravierendes ereignet. Ganz fehlerfrei ist er aber nicht. Anfangs wurde der Katalysator und ein Einspritzventil auf Garantie ersetzt. Der Scheibenwischermotor und ein knarrender Achsschenkelbolzen fielen noch unter Garantie. Die Vorderachsgeometrie sollte man im Auge behalten, es kann auch bei neuen Modellen zu ungleich abgefahrenen Reifen führen. Der Antriebsstrang leidet häufig an Ölleckagen deshalb sollte bei einer Undichtigkeit gleich die anderen Dichtringe zusammengefaßt und vorsorglich gegen haltbarere ausgetauscht werden. Die bei höheren Geschwindigkeiten aufkommenden Vibrationen des Antriebsstrangs muß man in Kauf nehmen, bei der neuen Niva Generation "M" wurden diese aber konstruktiv durch Einsatz neuer Gleichlaufgelenke weitgehend eliminiert. Die ansonsten sehr bequemen Vordersitze gaben auch Grund für Bastelarbeiten, die Lehnenverriegelung sowie die Verstellarretierung sind mit etwas handwerklicher Begabung schnell repariert. Ein großer Vorteil ist die einfache Bauart insgesamt. Der Niva gibt keine Rätsel auf. Ein grundehrliches Auto. Die gesamten Reparaturkosten sind in den gesamten 7 Jahren auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Pfleglicher Umgang ist natürlich vorrausgesetzt. Mit zunehmenden Alter ist es ratsam die bekannten
Rostherde zu beachten und rechtzeitig zu beseitigen, bevor es ein böses Erwachen gibt. Dazu gibt es ganze Internetforen die sich damit beschäftigen. Vor der diesjährigen HU wurden die hinteren Bremszylinder ersetzt, sowie die Lagergummis am Stabilisator. Auch ein hakendes Zündschloß trübte die Freude, der Austausch ließ sich mit etwas handwerklichem Geschick kostengünstig selbst erledigen. Durch das Zweischüsselsystem Tür u. Zündschloß extra, gibts keinerlei Probleme mit dem Schlüsselcode. Einen pannenmäßigen Ausfall gab es in den gesamten 7 Jahren noch nicht, nur einmal lief er nach Ausfall des Nockenwellensensor im Notprogramm weiter. Ein Bauteil das in allen Pkw den Dienst verwehren kann.
Die TÜV Prüfung 2011 ergab leichte Mängel in Form von leichten Rissen am Bremsschlauch zum lastabhängigen Bemsverstärker und leichtes Radlagerspiel vorne. Der Krümmer kündigt sich an. Ebenso fangen die Scheinwerferreflektoren an zu korrodieren, Austausch problemlos und günstig. Die nicht allzu standfesten Ausgleichsbehälter für Bremse und hydr. Kupplung trübten durch
Leckagen unterm Auto die Freude, erfreulicher war der problemlose
und billige Austausch.

Mittlerweile im achten Jahr angekommen bei 65 tkm.
Besondere Auffälligkeiten gab es keine, der Auspuffkrümmer wird aber höchstwahrscheinlich getauscht werden müssen.
Ein undichter Heizungshahn ließ den Beifahrerfußraum naß werden, bis zur Reparatur sorgte ein daruntergehängter Auffangbehälter für Ruhe. Beim NIVA geht sowas. Etwas fummelig zu reparieren, ansonsten ca. 100 Euro inkl. Arbeitsstunden in der Werkstatt.
Ein defektes Blinkerrelais und Rostansätze am Heckklappenschloß wurden in Eigenregie behoben.
Der Hebel zur Heckklappenentriegelung wurde mittels eines Stahlbolzens dauerhaft neu angebracht.

Bei der diesjährigen HU 2013 gab es keine Beanstandungen.

Es wird manchmal behauptet, Dreck konserviert. So läßt es mich manchmal schaudern wie manche ungepflegten Niva Exemplare nach kürzester Zeit aussehen. Ich bin oft auf Wald und Wiese unterwegs, es hält mich aber nicht davon ab regelmäßig die Radläufe und alles untenherum zu säubern und auszubessern.
Auch die Wäsche im Winter wegen Streusalz scheint ihm gut zu bekommen.

Die Autogasausrüstung setzt dem allen noch die Krone auf. Ein wirkliches Sparmobil ist der Niva zwar nicht, aber im Gasbetrieb halten sich die Spritkosten in erfreulichen Grenzen. Anderst als bei den meisten Autogasfahrzeugen
mit Gastank in der Reserveradmulde, führt der Niva, dank seines Unterflurtanks, ein vollwertiges Ersatzrad im Motoraum mit.

Alles in allem ist der Niva ein alltagstaugliches Arbeitsgerät das mehr leistet als man ihm zumutet.
Da er inzwischen Kultstatus hat, dürfte auch das Billigheimer Image kein Problem sein. Wer hier und da ein Auge zudrückt dem wird der Niva regelrecht ans Herz wachsen. So wie es bei mir geschehen ist.

Ein kleines Detail ist noch zu erwähnen. Bei Begegnung mit einem anderen Niva wird meistens freundlich gegrüßt. So sind meine Erfahrungen. Ein schönes Miteinander im Straßenverkehr.
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Kommentare

steffen33 schrieb am Samstag, 14. August 2010, 14:15 Uhr:

steffen33
Sehr schön geschrieben.
Hatte erst kürzlich eine Probefahrt und kann diesem Erfahrungsbericht nur beipflichten.
Meiner Meinung nach muss sich jeder Interessierte selbst die Frage stellen, "Will ich ein Auto, welches in seiner Art sehr individuell und eigen ist oder möchte ich einen "Massen-PKW" "!
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kritiker

Juli 2008, kritiker über: Niva, 80 PS, Schaltgetriebe

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empfiehlt den Kauf
Mein ehemaliger Vermieter, seines zeichens Jäger aus Passion und Jagdhundfan hatte dieses russische Urgestein. Klar!
Und auch klar, das ich mit dem Teil mal fahren wollte. Da ich immer treu und brav meine Miete zahlte, war es auch kein größeres Problem das Russenkultauto von ihm zu bekommen. Logisch kannte er auch all meine anderen Kisten, mit denen ich immer so vorfuhr, und ich ließ ihn schließlich auch immer mitfahren.
Knorrig wie eine alte Eiche, und grün wie der Wald himself stand er vor der Garage.
Die Türgriffe, wie auch die mikroskopisch kleinen Schlüssel stammten nach wie vor vom 1966er Fiat 124!
Der Aschenbecher ist kein lieblos-rationelles Kunststoff-Spritzgussteil, er besteht aus vier sorgfältig verlöteten Zinkblechstreifen. Der Dachhimmel: PVC, weiß, perforiert und faltenfrei verspannt. Die Türtafeln - vinylbezogene Pappe statt haptisch optimierter 3D-Gebirge. Und die Stoßfänger tragen ihre Bezeichnung mit Würde und Unachtsamkeiten mit Fassung.
Das umschäumte Lenkrad, Erbe eines entzückenden Bakelitkranzes, klebt an der Hand wie eine eklige Nacktschnecke, die Strassbezüge der gut geformten Sitze erinnern an das Foyer einer ukrainischen Absteige, die Leuchtweitenregulierung ist so eine Art Eigenbau.
Nun, komfortverwöhnte Zeitgenossen mit aktuellen Sicherheitsansprüchen mögen sich vor Lachen biegen oder vor Angst flüchten. Freunde der traditionell schlichten Motorisierung hingegen loben, dass weder ABS noch Airbags, weder elekrische Fensterheber noch Klimaanlage versagen können. Auch ´ne Argumentation. Aber recht haben sie damit in jedem Fall.
Das Plastik im Innenraum ist ungehobelt scharfkantig, die Farbwahl auf die gerade verfügbaren Grundfarben beschränkt und die Teppiche gasen einen herben Geruchs-Cocktail von Klebern und Farbmitteln aus. Mmmmmhhhhh!
Mit nur drei Türen ausgestattet, bietet er ebenso vier Personen Platz. Zwischen 11.754 und 14.000 Euro kostet die russische Uralttechnik heute. Lada heißt so viel wie Liebling oder Schätzchen.
Doch auf der Straße ist der Russe so agil wie eine alte Oma,denn bei der Motorleistung darf man keine Wunder erwarten!
82 PS leistet der Vierzylinder, was für sehr laute. coole aber unkultivierte 137 km/h Spitzengeschwindigkeit reicht. Beschleunigungsorgien sind mit gut 22 sek.auf 100km/h auch nicht zu erwarten.
Dabei gibt er sich als trinkfester Russe! 10ltr.lecker Benzin laufen immer durch.
Die Lenkung gibt keinerlei Rückmeldung. Man braucht schon
Augenmaß um den Russen zu steuern. Die Schaltwege entsprechen der Strecke Moskau – Kiew. Doch im Gelände, sprich Wald ist er ein durchaus zuverlässiger Gefährte.
Über Stock und Stein, kein Thema. Und genau für das wurde er vom Meister des grünen Hutes auch gekauft.
Urwüchsig und liebenswert, denn der Lada Niva ist ein geschulter und erstaunlich geländegängiger Klettermaxe, der es am liebsten richtig dreckig und speckig mag. Dann windet sich der Russe aus seinen Schraubenfedern, knarzt in allen Fugen, poltert mit den Starrachsen und: kommt doch ans Ziel.
Meine Meinung: Ein Geländewagen, empfehlenswert nur für Hartgesottene, die das Schrauben nicht verlernt haben und russischen Wodka einem im Faß gereiften Highland Scotch vorziehen. Und die auf ihr Image pfeifen, aber preisgünstig durch dick und dünn wollen.
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Kommentare

isettahans schrieb am Samstag, 4. April 2009, 03:28 Uhr:

isettahans
Hallo,
und vielen Dank für diesen grandiosen Erfahrungsbericht in wahrhaft literarischer Qualität. Da ich dieses Fahrzeug wider jeglicher Vernunft schon seit längerem äußerst anziehend finde, hilft mir der Bericht auch wirklich weiter, da es eigentlich keinen vernünftigen Grund gibt, so ein Unding fahren zu wollen (gut, ich wohne in der ostdeutschen Pampa, aber das allein ist es nicht. Es erinnert mich an meine ersten Autos (Fiat 500, Bj.1969 oder Opel Kadett B Bj. 1967 oer Käfer Bj.1970), und das macht mich echt an.
Außerdem, wie schon gesagt; Dein Text hat literraische Qualitäten und echten Unterhaltungswert. Allein das Lesen macht Lust auf Niva-fahren. Spassiba!
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Tegethoff schrieb am Montag, 13. Dezember 2010, 00:39 Uhr:

Tegethoff
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slowly

Mai 2008, slowly (Bronze Experte) über: Niva, 73 PS, Schaltgetriebe

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empfiehlt den Kauf
Für mich war die Fahrt mit diesem Lada Niva eine Zeitreise zurück vor 20 Jahren.Es ist schon erstaunlich wie schnell man sich an Verbesserungen gewöhnt und dabei schnell vergessen kann wie es mal gewesen ist!Dieser einfache,robuste Geländewagen hat den Charme eines Schukartons-kantig und rauh,von Schiki-Miki keine Spur.Aber er wurde damals auch für das Gelände gebaut,und nicht wie die heutigen Geländewagen die zum Vorfahren für die Gaststätte oder Kino benutzt werden-und deren einziges Gelände ein unbefestigter Parkplatz ist.Nein,der Niva ist für richtiges Gelände!Das Auto und seine Technik sind unkompliziert und kann relativ einfach wieder instand gesetzt werden-da kann das basteln wieder Spaß machen.Der von mir beschriebene Niva wurde aber mit Sicherheit nicht mit Calgon gewaschen,und der Besitzer hat jetzt stellenweise das reinsehen-Lochfraß macht sich breit! Der Innenraum zeichnet sich durch eine Schlichtheit aus da ist glaub ich selbst der Begriff Spartanisch nicht passend- aber nur aus heutiger Sicht!Bedenkt zu welcher Zeit das Auto gebaut wurde,es gab nicht mehr aber mehr brauchte man auch nicht.Es ist ein Geländewagen,nicht mehr!Luxus fehlt hier völlig,es ist ein rein praktisches Auto mit dem auch wirklich im Gelände gefahren werden kann!Als wir so durch die Botanik gerauscht sind hat ich nur den einen Gedanken: Shake well bevor use!-Nach dem aussteigen merkte ich wie schön es ist wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren-ja,man kann auch langsam im Wald fahren,dann ist es halb so schlimm,äh schön :) Es war auf jeden Fall eine schöne Erfahrung die ich nicht missen möchte.Für mehr Infos zum Lada Niva besucht bitte die Seite von wombat13 der einen sehr guten Erfahrungsbericht darüber geschrieben hat-lohnt sich!Gruß slowly weiterlesen alle technischen Daten zu diesem Fahrzeug
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Pickup

März 2008, Pickup (Bronze Experte) über: Niva 1.7i LPG, 81 PS, Schaltgetriebe

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Der Lada Niva stammt aus russischer Produktion und ist wohl der preiswerteste Geländewagen der in Europa zur Zeit erhältlich ist. Dank der einfachen Technik und der spartanischen Ausstattung ist er teilweise schon für 8000€ zu bekommen.
Auch wenn es ihm an einem Leiterrahmen mangelt so bietet er immerhin einen permanenten Allradantrieb, eine zuschaltbare Geländereduktion und eine Differentialsperre. Der einfache Aufbau macht ihn nahezu unverwüstlich und sehr leicht zu reparieren.
Exportiert wird der Niva mit nur einer Motorisierung, dem 1.7l 4-Zylinder mit 81 PS.
Servolenkung ABS oder gar ESP darf man natürlich nicht erwarten - All diese heute doch nahezu selbstverständlichen Dinge sind beim Niva auch gegen Aufpreis undenkbar. Trotz der mageren Ausstattung und der mangelnden Sicherheitstechnik erfreut sich der Niva einer nicht geringen Fangemeinde die seine Qualitäten zu schätzen scheint.

Von aussen hat der Lada nicht viel zu bieten, macht aber schnell klar das es sich um ein funktionales Auto handelt dass nicht auf Optik und Prestige oder gar Komfort ausgerichtet ist. Viel mehr steht die Funktionalität und die Haltbarkeit im Vordergrund.
Auch im Innenraum geht es eher bider zu. Die Einbauten versprühen den Charme der 70er Jahre und die Materialien könnten durchaus hochwertiger sein. Die Sitze sind akzeptabel aber nicht aussergewöhnlich bequem. Die wenigen Instrumente und Schalter sind nicht schön aber funktional und gut angeordnet. Das Platzangebot ist erstaunlich großzügig bemessen...

Das Fahrverhalten auf der Straße ist unbeschreiblich: der Niva fühlt sich überhaupt nicht wohl und ähnlich geht es auch dem Fahrer...
Schon ab 100km/h bekommt man es mit der Angst zu tun, da der Niva den Bodenkontakt nur noch mühevoll zu halten scheint und nahezu unkontrollierbar wirkt.
Im Gelände fühlt sich der Niva hingegen wie zuhause. Loser Untergrund und starke Steigungen sind absolut kein Problem und dank des relativ geringen Gewichts und der geländetauglichen Technik scheinen die Grenzen fern.
Hier kann er sein Potential unter Beweis stellen und macht eine wirklich gute Figur.
Die fehlende Ausstattung ist schnell vergessen und man lernt den Niva schließlich für seine Agilität zu lieben.

Die Fahrleistungen sind natürlich nicht gerade berauschend und der Verbrauch ein wenig hoch - in Verbindung mit der LPG-Anlage lässt er sich dennoch wirtschaftlich bewegen.

Wer weit ausserhalb befestigter Straßen beheimatet ist oder einfach nur gerne im Gelände spazieren fährt wird dem Niva seine Schwächen verzeihen und sein unglaubliches Preis-/Leistungsverhältnis zu schätzen wissen.
Als SUV-Ersatz ist er freilich nicht zu gebrauchen und auch wer meist auf befestigten Straßen unterwegs ist, stößt schnell an seine Grenzen - die Zielgruppe dürfte allerdings durchaus zufrieden sein!
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wombat13

Februar 2008, wombat13 (Bronze Experte) über: Niva, 80 PS, Schaltgetriebe

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Der Lada Niva. Eine fahrende russische Export Schrankwand, welche bei den Förstern und Jägern in den (ehemals) alten Bundesländern sehr begehrt war.
Zum Glück habe ich den Niva nie in so einer gräßlichen Farbe gesehen. Ich kenne ihn nur mit der typischen einfallslosen und gräßlichen "russisch" grün Farbe. Na egal.
Erst mal ein freundliches "Hallali" dem interessierten Leser :-).
Auf gehts zur Jagd! Warum war denn der kantige Russe vorallem bei unsen Waidgenossen sehr beliebt? Ganz einfach, er ist robust und einfach gebaut. Das knapp 4 lange Gefährt pirschte sich mit einem 1,7 Liter Motor und 80 Hirschen (ulk, es waren natürlich Pferde), einem Leiterrahmen, permanenten Allradantrieb, zuschaltbarer Geländerreduktion und Differenzial Sperre durch den Wald. Hatte man es mit dem Wald gekutsche satt und war frustriert, weil die Hasen und Sauen wieder mal schneller oder schlauer war, als unser Jäger selbst, so konnte man sich mit 140 km/h auf der Landstraße austoben. Das einzige Manko waren die Reifen, welche für den Geländeeinsatz nicht so recht Regelkonform waren, aber für damals
etwa 12000.-DM so glaube ich, kann man sich schon noch ein paar Geländeschlappen leisten, zumal der Preis deutlich unter denen von Mercedes oder Landrover lag und die im Gelände auch nicht schneller waren.
Der Innenraum war karg, vier Sitze, viel Blech. Eine einfache Ausstattung eben. Man musste auch erst mal zwischen den Hebelchen sortieren, welche für die Gänge und Untersetzungen zuständig waren und die recht seltsamen Motive deuten.
Ansonsten war der Lada Niva in allen Ersatzteilen preiswert und die einfache und robuste Bauweise war fürs Gelände optimal geeignet.
Die Einfachheit machte auch vor der Verarbeitung nicht halt, aber sie passte irgendwie schon.
Für eine plastik Wanne, in welcher das erbeutete Wild gelagert wurde, war im Kofferaum genügend Platz.
Nun ja, nicht das der Jäger Erfolg gebabt hat und ein Reh erschoss. Nein, ab und zu läuft auch mal eines vor ein Auto und wird umgenietet und da ist nun mal der Jäger oder Förster zuständig.
Aber auch sonst, sollte man Hase, Sau und Reh nicht unterschätzen, denn so doof sind die garnicht und im Kofferaum vom Lada Niva mitfahren, wollten die erst Recht nicht. :-))
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Kommentare

Tegethoff schrieb am Montag, 13. Dezember 2010, 00:44 Uhr:

Tegethoff
Bei dieser Beschreibung Tränen gelacht - absolut kabarettauglich !
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SetteSeven

Juni 2007, SetteSeven über: Niva 1.7i, 81 PS, Schaltgetriebe

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Man kann sagen was man will, ich nenne meinen Lada nur liebevoll "meine russische Schlampe" :-) Er ist laut, aber im Gelände nicht zu schlagen. Untersetzung und Differentialsperre lassen den auch extreme Steigungen auf nassem oder schneebedeckten Untergrund meistern :-) Einfach klasse und als Jagdfahrzeug toll!!!!

Nutzt den nur nicht auf Autobahnen, und wenn dann mit einem Gehörschutz! weiterlesen alle technischen Daten zu diesem Fahrzeug
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