Hallo,
ich habe den kleinen mit 82 PS, 3 Türen und in Hot Magenta Rot. Er hat mehr Ausstattung (z B. Alureifen, Nebelscheinwerfer.....) als ich eigentlich wollte, aber nun gut, mit dem Angebot der Flatrate, 3 Monanten kostenlos usw wird ja jeder ein wenig spendabel.
Zum Designe kann ich nur sagen, wow, der ist mal elegant und ja ich wollte diesen Wagen genau so haben. Gut, 16.000 Euro sind auch ein stolzer Preis. Aber wie schon gesagt, wann gönnt man sich schon mal was.
Und ja, es macht sehr viel Spaß mit dem Wagen zu fahren, übersichtlich, leise, komfortabel....
Aber:
Man, das ist mein 3. Neuford und noch nie bin ich so von gravierenden Mängeln enttäuscht worden und noch
...
nie hatte ich solche Probleme, dass Mängel beseitigt werden. Mein Gott, klar kann immer mal was sein, aber in der Vielzahl? Aber egal, wenn die es in der Werkstatt hinkriegen sei es drum.
Tag 1, nein Tag 2 denn am Tag 1 war der Wagen noch nicht fertig, kein Problem ich habe ja Zeit.
Also Tag 2. der wagen springt nicht an, Battarie leer. Die Fahrertür geht wirklich nur mit Affengewalt zu (Kommentar des Meisters: "das gibt sich schon wieder") Und am Fahrersitz war eine Naht gerissen. Dazu kommt noch, dass die Verkleidung der linken A-Säule lose war.
Für zwei Tage später hatte ich dann direkt einen Nachbesserungstermin vereinbart, und direkt darauf hingewiesen, dass ich bitte einen Leihwagen mit Winterreifen bräuchte (es war Februar). Den Wagen also zur Nachbesserung gebracht und kein Leihwagen da, der mir ja auch garnicht zustände. Mit dem Hinweis, dass ich auch genausogut gerne vom Vertrag zurücktreten könne um mir einen Peugeot zu kaufen, stand 5 Minuten später ein Focus vor der Tür.
Abends war dann auch soweit alles geregelt, die Tür schloss einwandfrei, der Sitz war genäht worden und man sah wirklich keine Spur mehr, nur die Verkleidung saß noch nicht wirklich so, wie ich mir das so für ein Hochwertiges Auto, welches 16.000 Euro kostet vorgestellt habe.
Woche 2. Beim Starten kam des öfteren ein Warnhinweis, dass eine Störung im Bremssystem sei und ich nicht weiterfahren sollte. Der Hinweis verschwand aber nach ca. 10 sekunden immer wieder. Die Verkleidung der A-Säule war wieder herausgesprungen und das Radio hatte auch so seine lieben Anlaufschwierigkeiten. Mein Bruder machte mich dann auch noch darauf aufmerksam, dass die Heckklappe schief eingebaut sei.
Also wieder Termin gemacht, die Mängel aufgezeigt und Leihwagen gefordert. Der war diesmal nicht da. Na ca. 5 Stunden war der Wagen fertig. Kein Fehler im Speicher, es sei wohl nur so ne Meldung. Verkleidung neu gemacht, war aber eigentlich immer noch nicht besser, Heckklappe saß einwandfrei. Radio kein Fehler.
Woche 4: Radio und Bremssystem wie gehabt. Dazu kam die Verkeidung, die nun noch krasser aus der Verankerung gesprungen war. Neu war wieder ein kaputter Fahrersitz und ein wirklich scheußliches Geräuch beim Schalten vom 3. in den 4. Gang.
Also wieder hin. Mein Verkäufer wurde ganz kleinlaut und rief sofort den Geschäftsführer an, der wohl dann den Meister und der kam ziemlich spontan angesprintet und fragte, wann es mir denn passen würde. Ich vereinbarte dann, dass der Wagen bitte aus meiner Garage geholt werde und dort 10 Tage später auch wieder zu sein hätte. ICh bräuchte keinen Leihwagen, weil ich eben in dieser Zeit in der USA bin.
Nach 10 Tagen war der Wagen natürlich nciht in der Werkstatt, ich ging dann ziemlich genervt zur Werkstatt (gut waren nur ca. 1,5 km, aber immerhin). Dann kam das beste. Der zweite Meister (der für VW zuständig ist) Fuhr mit mir einmal um den Block und erkärte mir, dass das Getriebe in Ordnung sei und ich falsch schalten würde. Aber kaputt würde es dadurch auch nicht gehen. Der Sitz war aber in Ordnung, die Verkleidung nicht. Kommentar: Naja, wenn Sie nen Audi für 30.000 Euro gekauft hätten, könnte ich ihren Unmut verstehen und dann sei das ja in der Tat sehr ärgerlich. Aber bei einem Fiesta?.....
Man versprach mir aber, wegen Getriebe und Verkleidung noch einmal bei Ford nachzuhören um eventuell neue Ideen zur Behebung der Mängel zu bekommen.
Ich fuhr also vom Hof, fuhr tanken und dann erlebte ich noch was schauerliches. MIch machte der Tankward darauf aufmerksam, dass ich den Wagen doch nicht immer übertanken solle. Ihm wäre aufgefallen, dass ich immer ne Bezinlache hinterlassen würde. Ich war doch sehr verwundert, tanke ich doch immer nur bis zum "Autostopp". Ich habe das dann weiter beobachtet und siehe da, den Wagen kann man nicht voll tanken, ohne das schon der Tank überläuft.
Nun bin ich beim Anwalt. Aber irgendwie scheinen die Herren von Ford Möltgen in Rheinbach das als Spaß zu verstehen. Denn bisher haben die Null Reaktion gezeigt. Wie krass ist das eigentlich. Gut ich habe ne Rechtsschutz und die nun ne Klage auf Neulieferung am Landgericht.
Fazit, ich bin nach wie vor von dem Wagen überzeugt und glaube, dass die Mängel Einzelfälle sind. Er verbraucht zu viel, auch deutlich mehr als die 5,7 Liter die vom Hersteller angegeben sind. Bei wirklich defensiver Fahrweise bekomme ich ihn auf minimal 6,4 Liter. Aber sei es drum. Aber wie gesagt, ich will den Wagen tatsächlich nochmal (neu) geliefert haben. Danach werde ich aber den Händler wechseln und hoffe sehr, dass die Mitarbeiter, vor allem die beiden Meister, Opfer der Finanzkriese werden. Ist hart gesagt, aber ich denke, man muss sich auch nicht verarschen lassen.