BMW 5er Reihe - Geschichte, Hintergrundinformationen und Fakten
Den BMW 5er gibt es seit 1972 und er ist ein beliebtes Model der oberen Mittelklasse. Er steht in Konkurrenz mit z. B. der Mercedes-Benz E-Klasse und wurde seit seiner Entstehung fünfmal überarbeitet. Die aktuelle Modellreihe ist die E60. Eine Kombi-Version des 5ers kam Ende 1991 auf den Markt und ist unter dem Namen Touring bekannt.
Besonders in Berlin ist der 5er Touring mit 177 PS ein Gesprächsthema. 2005 konnte nämlich die Berliner Polizei folgende Statistik verbuchen: 260 geleaste Funkwagen der Baureihe E60 verursachten in 2 Jahren Dienstzeit 375 von 500 Unfällen. Die Kosten beliefen sich auf 600.000 Euro zuzüglich der 21 Autos mit Totalschaden. Der CDU-Abgeordneten Peter Trapp veranlasste darauf hin verstärktes Fahrertraining.
Zu der serienmäßigen 5er Reihe erschien seit 1981 auch immer eine besonders leistungsstarke Version, der M5. Das aktuelle Spitzenmodel von 2005 liefert volle 507 PS.
2007 bekam auch der 5er eine Motoroptimierung im Rahmen von "BMW Efficient Dynamics" und wurde so noch umweltfreundlicher.
Der neue BMW hat Musik
„Bitter Sweet Symphony“ von The Verve, gespielt zur Weltpremiere des neuen 5er: Das ist ein guter Beginn, vier Monate bevor es zum Händler geht. Und der neue BMW hat Musik. 38 Jahre nach dem ersten 520i, der auf der IAA 1972 präsentiert wurde, nach nun fünf Generationen und 5,5 Millionen produzierten 5er-Modellen.
Nicht nur ein wenig BMW 7er schwingt mit: Die wie an der 7er-Karosse in die Türgriffe integrierte Hauptlinie und eine weitere oberhalb des Schwellerbereichs erinnern an das Topmodell. Ebenso die Proportionen (lange Motorhaube, kraftvolle Fahrzeugschultern, charaktervolle Rückleuchten). Die Motorhaube baut hoch, weil sie es mit den Fußgängern besser meint: Ihr pyrotechnischer Auslösemechanismus wird bei Geschwindigkeiten zwischen 20 und 55 km/h aktiv, und hebt im Kollisionsfall die Motorhaube im vorderen Bereich um 30 sowie im hinteren um 50 mm an. Mit den drei LED-gespeisten Lichtbänken endet der 5er bei Dunkelheit mit dem L-Leuchten-Layout so markant wie das 7er-Highend.
Der neue Fünfer misst 4.90 m bei einem gehobenen Radstand von 2,97 m – schade, dass von 8 cm mehr zwischen den Rädern nur 1,3 cm in den Fond durchgereicht werden: Durchschnitt. Daher ist der Fahrerplatz fraglos der beste: 7 Grad zum Fahrer geneigtes Cockpit, 4 klassische Rundinstrumente, Dreispeichen-Multifunktionslenkrad (Serie), schickes Blackpanel wie im 5er Gran Turismo und 7er … nicht nur allein ansehnlich und hochwertig, sondern auch sehr funktional. Neu sind die elektromechanische Parkbremse, die elektromechanische Servolenkung (EPS) und Optionales wie Einparkautomatik, Surround-View (mit Darstellung des Fahrzeugs und seines Umfelds aus der Vogelperspektive), Tempomat mit Auffahrwarnung und Anbremsfunktion (aktivierbar zwischen 30 und 180 km/h) und die Verkehrszeichenerkennung.
Erstmals erhält der BMW Fünfer eine Doppelquerlenker-Vorderachse. Bei der Integral-Aktivlenkung steuern die Hinterräder um bis zu 2,5 Grad mit, was den Wendekreis um 0,5 Meter verringert. Das macht die 5er Limousine noch wendiger und dynamischer. Ebenso die wegen verkürzter Überhänge (-4 cm) annährend ideale Gewichtsverteilung und die verbesserte Steifigkeit (55 % höhere mittlere Festigkeit).
Der Urgrund der Dynamik baut im bevorzugten Stil der Bayerischen Motorenwerker aber längs: Drei Reihensechszylinder-Benziner und ein Achtzylinder mit 204 bis 407 PS (523i, 528i 535i und 550i) sowie zwei Sechszylinder-Diesel mit 204 und 245 PS (525d, 530d). Der 530d kann in Verbindung mit Automatikgetriebe auch mit optionaler BluePerformance Technik ausgestattet werden, die schon jetzt die erst ab dem Jahr 2014 geltenden Bestimmungen der Abgasnorm EU6 erfüllt. Der 184 PS starke 520d (serienmäßig mit Auto-Start-Stop) lässt als „5-Liter-Auto“ noch bis Sommer 2010 auf sich warten. Das auch mit der neuen Achtgang-Automatik ausrüstbare Einstiegsmodell steht mit 39.950 Euro in der Preisliste, das 5er Topend 550i mit 70.500. Schon bei der öffentlichen Weltpremiere des BMW Fünfer Anfang März wird auf dem Genfer Autosalon ein 5er Hybrid gezeigt (ab Frühling 2011). Der kinderwagentauglichste aller 5er, der neue 5er Touring, steht voraussichtlich schon im nächsten Sommer beim Händler. Die neue, in München schon besichtigte 5er Limousine ab 20. März 2010. -le-
Hochdachcoupé für Gerne-Hintensitzer: der neue BMW 5er GT (PAS)
Der Scharfschütze setzt den Fangschuss mit dem Schrotgewehr. So wirkt das Zielen von BMW auf die Nische: Brutale Streuung. Innerer Streukreis: SUV und Limousine, äußerer: leichter Offroader und Coupé. Die von BMW erdichtete Kategorie “PAS” erklärt kaum etwas mehr. Das heißt „Activity Vehicle“ - ach so. Das muss man erst mal verstehen, darauf muss man aber auch erst einmal kommen. Wie BMW auf die angestrebten 30.000 Exemplare in der Marktparklücke zwischen X6 und 5er Touring.
Im Innenraum macht die Idee Eindruck: Endlich mal ein Automobil, welches von Anfang an von Innen nach Außen gedacht wurde: Der Viersitzer (den Serien-5er GT soll es auch als Fünfsitzer geben) bietet auf der bequemen Dimension von 4.998 x 1.555 mm (Länge x Höhe) Beinfreiheit wie im BMW 7er und eine Karosseriehöhe und Kopffreiheit auf dem Niveau des X5.
Die leicht erhöhte Sitzposition sorgt für Überblick, der hohe Einstieg für leichten Zustieg. Die Hinterbänkler fühlen sich psychologisch in der ersten Reihe, denn so gut wie vorne, sitzt es sich dank der um 100 mm verschiebbaren und in der Neigung verstellbaren Rückenlehne auch hinten. Noch ein Stück weiter hinten sorgt eine Trennwand, die Passagier- und Kofferraum wie bei einer Limousine trennt, für akustische und klimatische Abgeschiedenheit.
Fällt die Wand samt Rückbank, wächst das Stauvolumen von 430 bis 570 (je nach Stellung der Rückbank) auf 1.650 Liter. Die Kofferraumklappe erinnert an die geteilte Heckklappe des Skoda Superb: Sie lässt sich bis zur Dachlinie öffnen oder wie bei einer Limousine. Also: Gebt mir ca. 55.000 €, zwei, drei dicke Koffer, acht Wochen Urlaub und etwas Reisegeld für Diesel oder Super Plus - das wird ein überzeugender Reisewagen.
Im Innenraum fließen die Formen ineinander. Weiche Farben dominieren. Das Panorama-Glasdach erhellt den Innenraum. Die Gestaltung des Armaturenbretts ist neu, nicht aber der Start-Stopp-Knopf. Die Black-Panel-Technologie und das integrierte 10,2 Zoll-Control Display spielen 7er. Wie in diesem besteht das Panel aus vier „Rundinstrumenten“, die man erst mal nicht sieht, da sie erst erscheinen, wenn die Zündung aktiviert wird.
Der GT verfügt über das Sechsgang-Schaltgetriebe oder die neue Achtgang-Automatik. Die Hinterräder (Allradantrieb „x-Drive“: optional) vergnügen sich mit dem Dreiliter-Turbodiesel und 245 PS (540 Nm), mit 326 PS (450 Nm) im 3.0 Twinturbo oder mit 407 PS (600 Nm), produziert vom famosen 4,4 Liter-Doppel-Turbo. Ein scharf turbogepushter Vierzylinder-Otto kommt eventuell später.
Gebaut wird der 5er GT im Werk Dingolfing. Dem Concept 5er Gran Turismo folgt im September auf der IAA 2009 das Serienmodell und zwei Jahre später, so wie es die Planung vorsieht, der BMW 5er GT Hybrid. -le-